D7.2

Mit 90db Wirkunggrad und 8 Ohm Impedanz ist die D7.2 einfach zu kombinieren mit den verschiedensten Verstärkern sowie Lautsprecherkabeln. Sie liefert immer eine klare, musikalische Wiedergabe von ganz leise bis ganz laut.

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Beschreibung

Die Spendor D7.2 ist ein eleganter, moderner, 2,5 Wege Standlautsprecher. Die D7.2 liefert eine holografische Musikwiedergabe mit enormer Natürlichkeit und Leichtigkeit. Spendor hat mit diesem Lautsprecher einen weiteren Schritt hin zu einer perfekten, natürlichen Wiedergabe geschaffen. In Ihr wurden alle neuen Technologien konsequent angewendet und auch weitere für Sie entwickelt.

Zusätzliche Informationen

Größe n. v.
Prinzip

2,5-Wege Standlautsprecher

Hochtontreiber

22mm

Tief-/Mitteltontreiber

1 xSpendor 180mm EP 77
1 xSpendor 180mm EP 77 ohne Phase-Plug

Empfindlichkeit

90dB bei 1 Watt/1 Meter

Übergangsfrequenz

900 Hz,3,2 kHz

Frequenzgang

29 Hz – 25 kHz

Impedanz

8 Ohm nominal (5 Ohm Minimum)

Empf. Verstärkerleistung

25 – 200 Watt/Kanal

Gewicht

21kg

Farbe

Eiche Natur, Eiche Schwarz, Walnuss, Satin Weiss, Kirsche

Einspielzeit

Ab 120 Stunden

Technische Beschreibung

Technische Beschreibung

LPZ Hochtöner

Das Ziel bei der Entwicklung eines Hochtöners ist es einen linearen Verlauf über einen großen Frequenzbereich zu erzielen, welches in der Praxis leider äußerst schwierig darstellbar ist. Spendor’s Lösung hierfür ist radikal aber zugleich erfolgreich! Der LPZ (linear Pressure Zone) Hochtöner besitzt eine Edelstahl-Frontplatte mit einer speziellen Formgebung auf seiner Rückseite, um die Druckverhältnisse im Inneren des Treibers zu perfektionieren. Die Frontplatte arbeitet auch als Phasenkorrektur mithilfe einer Microfolie. Gleichzeitig wird auf beiden Seiten der Kalotte eine symmetrische Druckumgebung geschaffen, damit der Hochtöner in einem optimalen Umfeld arbeiten kann. Der LPZ arbeitet qusai wie eine akustische Linse! Das Ergebnis ist ein perfekter Focus, Artefakt freie Hochtonwiedergabe und eine enorme Klangbühne mit faszinierender Leichtigkeit. Zusätzlicher Nebeneffekt der Konstruktion ist der perfekte Schutz der Hochtöner vor mechanischen Beschädigungen und auch das Design weiß zu gefallen.

Spendor’s neue 18 cm Treiber

Der von Spendor für die D7 gefertigte Tiefmitteltöner verwendet die aus EP77 Polymer gefertigte neueste Membran. Dieser liefert absolute Klarheit und Verfärbungsfreiheit. Der D7 Tieftöner besitzt eine ultrastabile Membran aus einem Kevlar-verbund und liefert eine akkurate und kraftvolle Tieftonwiedergabe. Beide Treiber besitzen einen Korb aus einer Magnesiumlegierung, ein hocheffizientes Antriebssystem, optimierte Elektro-dynamische Dämpfung und ein hervorragendes thermisches Verhalten über einen großen Dynamikumfang. Das neue Sickenmaterial reduziert die Einspielzeit dramatisch, aufgrund einer sehr stabilen molekularen Struktur des verwendeten Materials.

Spendor linear Flow der 5. Generation

Die Vorteile des Spendor linear flow haben sich schon in der A-line sehr bewährt. Er liefert einen tiefen und artikulierten Bass mit einem natürlichen timing, besonders in kleinen Räumen oder auch bei wandnaher Aufstellung. Spendor’s 5. Generation besitzt nun auch noch einen aerodynamisch optimierten Zentralen „Flügel“. Der neue twin-venturi port kontrolliert noch einmal deutlich besser den Luftfluß, eliminiert restliche Mittelton-Anteile und reduziert das Portgräusch dramatisch.

Die meisten konventionellen Lautsprecher benutzen Dämpfung, um tiefe Frequenzen zu unterdrücken. Die Dämpfung speichert aber Energie und die gespeicherte Energie ist nicht mehr in-time mit der Musikwiedergabe und macht diese dann unnatürlich schwer und langsam. Der Energiefluß vom Basstreiber zum Hörraum der D7 benötigt keine Tieffrequenz Dämpfung. Die Spendor D7 ist komplett frei von Effekten der Energiespeicherung. Der Vorteil ist eine sehr klare Wiedergabe, die Musik klingt natürlich in Ihrer Geschwindigkeit, lebendig und einheitlich.

 Spendor’s dynamische Gehäuse Dämpfung

Timing ist die wichtigste Eigenschaft bei der Musikwiedergabe. Viele Lausprecher besitzen extrem stabile, schwere und steife Gehäuse um Gehäusesound zu reduzieren. Leider wird hierbei nur Energie gespeichert und wieder langsam abgegeben, welche eine nicht zu akzeptierende Verwischung und Verlangsamung des Klangbildes erzeugt. Spendor’s Lösung ist asymmetrische Gehäuseverstärkung sowie Öffnungen um stehende Wellen zu vermeiden. Durch die dynamische Dämpfung unter Verwendung von dämmenden Polymerelemente mit geringer Masse an entscheidenden Stellen des Gehäuses, wird die unerwünschte Energie in nicht hörbare Wärme umgewandelt. Das Ergebnis ist ein leichtes, stabiles Gehäuse das eine natürliche schnelle Wiedergabe unterstützt.

Testberichte D 7.2

Testberichte D 7.2

Spendor D 7.2 Hifi Test

Schon das rund 95 Zentimeter hohe Gehäuse der Spendor 7.2 beeindruckt durch edle Holzoberflächen und perfekte Verarbeitung. Wahlweise ist die D 7.2 in vier verschiedene Holzversionen und einer weiß lackierten Variante erhältlich. Im Inneren des Gehäuses sorgen ausgefeilte Versteifungen für minimale Resonanzen – sprich unverfärbten Klang. Spendor setzt ausserdem auf gezielt eingesetzte Dämmaterialien im Gehäuse, um möglichst viel Schallenergie innerhalb des Lautsprechers in Wärme zu verwandlen. Maßnahmen, die einen unverfälschten, direkten und dynamischen Klang sicherstellen sollen. Auch die speziell geformte Bassreflexöffnung auf der Gehäuserückseite sorgt optimalen Luftfluss ohne Störgeräusche, in der neuen 7.2 Version wurde diese Öffnung sogar nochmals im Detail optimiert. In der 2,5 Wege Konstruktion der D 7.2 kommt ein neuentwickelter Tiefmitteltöner mit EP77 Polymer-Membran mit maximaler Verfärbungsfreiheit zum Einsatz, während der Tieftöner über eine extrem stabile Membran aus einem Kevlar-Verbundmaterial verfügt und selbst bei hohen Pegeln nicht ins Taumeln gerät. Spendor‘s Lösung für den Hochtöner ist besonders ausgefeilt. Der LPZ (Linear Presure Zone) Hochtöner besitzt eine Edelstahl Frontplatte mit einer speziellen Formgebung auf der Rückseite um die Druckverhältnisse im inneren des Teibers zu perfektionieren. Die Frontplatte arbeitet als Phasenkorrektur mit Hilfe einer Microfolie. Gleichzeitig wird auf beiden Seiten der Kalotte eine symmetrische Druckumgebung geschaffen, womit der Hochtöner in einem optimalem Umfeld arbeitet. Der LPZ arbeitet somit wie eine akustische Linse. Das Ergebnis ist eine völlig neutrale Hochtonwiedergabe mit enormer Klangbühne und faszinierender Leichtigkeit.
Labor und Praxis

Unsere Labormessung belegt eindrucksvoll die akustischen Eigenschaften der Spendor D 7.2, die über weite Frequenzbereiche sehr ausgewogen und neutral spielt. Satt und tiefreichend im Bass und brillant in den Höhen, glänzt der Spendor Standlautsprecher zudem mit perfektem Abstrahlverhalten ohne Einbrüche unter Winkel. Auch das Impulsverhalten der D 7.2 kann sich sehen und hören lassen, abgesehen von leichten Nachschwingern um 800 Hertz sind im Mittel- und Hochton praktisch keine Resonanzen auszumachen. Diese hervorragenden Eigenschaften kann die D7.2 im Hörraum effektiv in packenden Musikwiedergabe umsetzen und liefert eine enorm natürliche und dynamische Performance. Mit Leichtigkeit werden Impulse von Schlagzeug und Perkussions-Instrumenten reproduziert. Gesangsstimmen und akustische Gitarren leben regelrecht auf und werden dreidimensional und greifbar im Hörraum platziert – so macht Musikhören richtig Spaß!

Fazit

Spendor hat mit seiner in vielen technischen Details verbesserten D7.2 eine echtes Highlight geschaffen. Dieser Standlautsprecher bietet enorm hohes Klangpotential und schafft es mit Leichtigkeit, den Zuhörer in seinen Bann zu ziehen. Dazu sieht die Spendor D 7.2 blendend gut aus, ist hervorragend verarbeitet und somit eine echte Empfehlung für anspruchsvolle Musikliebhaber!

So geht gepflegtes Understatement: Da präsentiert die berühmte britische Lautsprechermanufaktur Spendor eine neue Edition ihrer Premium-Serie – und behandelt diesen Generationswechsel wie ein kleines Update: Die neuen Modelle erkennt man allein am Versions-Appendix „.2“. Dabei reichen die Veränderungen bis ins Mark – das erfahren wir mit dem 2,5-Wege-Standlautsprecher Spendor D7.2.

Fällt der Name Spendor, so beginnen HiFiisten unwillkürlich zu lächeln. Das liegt an dem hohen Ansehen der Marke – und dies wiederum fußt auf Tradition und Qualität: Der britische Lautsprecherhersteller fertigt seit Ende der 1960er-Jahre Schallwandler, die wegen der Güte ihrer Wiedergabe erste Wahl in Tonstudios und Rundfunkanstalten wurden. Zudem setzt Spendor konsequent auf eigene Entwicklung und Fertigung, um genau diese erstklassige Qualität unter Kontrolle zu haben. So entstehen Spendor-Lautsprecher bis heute in der Manufaktur im südenglischen Sussex – angefangen bei den aufwändigen Chassis bis hin zu den speziellen Gehäusen samt Lack- oder Furnier-Finish. Das gilt natürlich auch für die D-Reihe. Sie ist im Spendor-Portfolio das Maß der Dinge, was das Flaggschiff Spendor D9 bereits im Test des lite magazins bewiesen hat. Nun erlebt diese Reihe einen Generationswechsel – und wir haben mit der D7.2 die aktuelle Ausführung des kompakteren Standlautsprechers zu Besuch. Wir sind gespannt, was sich geändert hat.

 

Klassisch-gradliniges Design

Rein äußerlich kommt uns der Schallwandler sehr vertraut vor. Spendor lässt sich nicht von kurzlebigen Moden ablenken, sondern setzt auch hier auf eine zeitlose Anmutung: Das schlank-elegante Design der D7.2 ist klassisch-gradlinig mit genau jenen Ecken und Kanten, die andere Hersteller aktuell vermeiden. Gegenüber dem Vorgänger ist die 98 mal 19 mal 33 Zentimeter messende D7.2 minimal gewachsen. Nach wie vor wird sie in den Optiken Esche schwarz, Kirsche, Eiche hell, Walnuss und – wie bei unserem makellos gefertigten Testmodell – seidenmattem Weiß angeboten, wobei der fast nahtlos anschließende Sockel stets in Satinschwarz gehalten ist. Die auffallenden Veränderungen sind verfeinernde Nuancen: So ist nun die Haftung der Abdeckung magnetisch realisiert, womit die Aufnahme-Löcher auf der Front entfallen. Auch die Versetzung des Logos vom Sockel auf den Korpus sorgt für eine ruhigere Front. Stärker fallen die Modifikationen aus, die dem Blick des Betrachters sind weitgehend sind. Sie betreffen zuallererst die interne Gehäusekonstruktion.

Dynamische Dämpfung der Korpus-Konstruktion

Hier geht Spendor ebenfalls einen eigenen Weg. Die meisten Lautsprecherhersteller setzen auf ein Gehäuse mit dickwandigem Korpus, zahleichen Verstrebungen und Versteifungen sowie üppigem Einsatz von Dämpfungsmaterialien. So soll das Gehäuse gegen Vibrationen, Resonanzen und stehenden Wellen gefeit werden, damit durch diese kinetische Energie keine unerwünschten Klangzutaten entstehen. Spendor erkennt in der Materialmasse hingegen einen Energiespeicher. Diese aufgenommene Energie wird nicht in Wärme umgewandelt, sondern langsam und stetig wieder abgegeben. Dies führt zu einer Verunklarung des Klangs und zu einer Verlangsamung der Performance. Deshalb hat Spendor die „Dynamic Damping Cabinet Technology“ ersonnen und in der D7.2 weiterentwickelt: Das Gehäuse ist leicht gehalten, die innere Struktur wird mit massearmen, asymmetrisch platzierten Polymerelementen, die an neuralgischen Korpusstellen wirken, gezielt gedämmt und gestärkt. Durch diese Konstruktion entfallen die Effekte der Energiespeicherung. Die kinetische Energie wird stattdessen in thermische Energie, also Wärme, transformiert. Zudem besitzt die innere Korpus-Architektonik genau berechnete Öffnungen zur Vermeidung stehender Wellen.

Spezial-Hochtöner mit Schall-Linse und Druckoptimierung

Bei den Chassis setzt Spendor hingegen auf jene bewährte Speaker-Trias, die bereits den Vorgänger ausgezeichnet hat. Hier fällt direkt der aufwändige Hochtöner ins Auge. Spendor hat ihn selbst entwickelt und setzt ihn ausschließlich in der D-Serie ein. Er sitzt zum Schutz vor mechanischer Beschädigung hinter einer fein perforierten Edelstahlplatte. Hinter dem Gitter agiert ein Tweeter mit einer extrem leichten und dadurch flott schwingenden, impulstreuen Polyamid-Kalotte. Der von ihr abgestrahlte Schall passiert, bevor er über das Gitter austritt, eine Mikrofolie. Sie funktioniert wie eine Schall-Linse, sie gleicht die verschiedenen Längen der Schallwellenwege aus und sorgt so für eine gleichmäßige, phasenrichtige Abstrahlung. Zudem wird durch die spezielle Einhausung des Tweeters eine beidseitig gleichmäßige Druckumgebung für die Membran geschaffen. Dank dieser „Linear Pressure Zone“ (LPZ) kann der Tweeter dementsprechend auch linear agieren. Dies soll einer homogeneren Hochtonreproduktion bis in den Superhochtonbereich zugutekommen. Der reicht bis hin zu ausgewiesenen 25 Kilohertz.

Top-Team für die Mitten …

Unterhalb des Hochtöners arbeitet ein Team von zwei 180-Millimeter-Woofern für die Wandlung der unteren Höhen, der Mitten und der Bässe, also des Bereichs zwischen 3,2 Kilohertz und 29 Hertz. Das obere Chassis ist dabei der Schwerstarbeiter, der den gesamten Bereich abdeckt. Deshalb ist er mit einem Phase Plug versehen, der auch der Kühlung dient. So kann die Wärme, die beim intensiven Betrieb entsteht, abgeführt werden. Die kontrollierte Thermik bürgt für ein elektrisch konstantes Verhalten aller eingesetzten Bauteile und Materialien – und das wiederum befördert eine homogene Schallwandlung. Sie besorgt eine Membran aus dem von Spendor entwickelten Werkstoff EP77. Dieses Polymer ist sehr stabil und ultraleicht. Auch seine Resonanzneigung ist gering, dadurch agiert die hieraus gefertigte Membran sehr verfärbungsfrei und akkurat. Allerdings hat EP77 auch einen Nachteil: Es ist anspruchsvoll in der Verarbeitung. Spendor hat deshalb eigens eine Maschine zur Thermo-Formung der Membran gebaut. Dies ist eine weitere Manufaktur-Spezialität der Briten.

… und Bässe

Dieser Mitteltieftöner erfährt nun Unterstützung von einem Woofer, der allerdings allein für die tiefen Frequenzen unterhalb von etwa 900 Hertz zuständig ist. Seine Membran besteht dafür aus einem hochbelastbaren, zweiteiligen Kevlar-Verbundmaterial, das extrem steif ist, aber trotzdem ein geringes Gewicht besitzt. Das vermeidet eine durch Masse verursachte Trägheit im Bass. Weil der Woofer den Mitteltieftöner nur in einem Teilbereich unterstützt, spricht man hier von 1,5 Wegen. Eine derartige Teilkooperation verheißt eine homogenere Wiedergabe als eine strikte Arbeitsteilung der Chassis. Im Verbund mit dem Hochtöner haben wir insgesamt also einen Zweieinhalb-Wege-Lautsprecher. Doch zurück zum Bass: Die Tieftonfähigkeit der D7.2 bis hin zu amtlichen 29 Hertz gelingt zwar einerseits durch den zweiten Woover, doch andererseits auch über eine weitere Spendor-Spezialität, die auf der Rückseite der D7.2 zu finden ist.

Formel 1 im Heck: Der Linear Flow Port

Hier entdecken wir den „Linear Flow Port“. Dies ist eine großdimensionierte, spezielle Art einer Bassreflex-Abstimmung, mit der die Tieftonfähigkeit eines Lautsprechers gekräftigt und abgestimmt wird. Die Spendor D7.2 ist mit der neuen, nunmehr fünften Generation des Ports ausgestattet. Sie ist von der Diffusoren-Technologie der Formel 1 inspiriert – und so ist der vormals rein rechteckige Port inzwischen einer windschnittigen Flügelkonstruktion gewichen, die den Luftfluss zweiteilt und strömungsoptimiert führt. Das soll die Verzerrungsfreiheit des Basses erhöhen, den Ausstoß unerwünschter Mittenanteile reduzieren, die Strömungsgeräusche minimieren und zudem auch die wandnahe Aufstellung des Lautsprechers ermöglichen. Der große Port nimmt den unteren Gehäuseteil oberhalb der schwarzen Basisplatte ein. In diesen Port-Bereich ist auch das Anschlussterminal eingelassen. Durch die Versenkung ins Gehäuse sind die zwei hochklassigen Klemmen von WBT nicht ganz optimal zugänglich, wenn man blanke Litze einführen möchte. Aber so oft nimmt man den Anschluss an den Verstärker ja nun auch nicht vor.

 

Die Spendor D7.2 in der Praxis

Damit sind wir schon bei der Praxis. Wir stellen die Lautsprecher erst einmal im klassischen Stereodreieck mit rund 60 Zentimeter Wandabstand auf starten mit „My Treasure“ von Sinne Eeg. Diese wunderbar melancholische Nummer beginnt mit einem Kontrabass-Intro– und das zaubert uns gleich einen verblüffend realen Viersaiter in den Hörraum: Wir hören, wie Mads Vinding mit seinen Fingern die dicken, umsponnenen Stahlsaiten bearbeitet, wie er sein Vibrato einsetzt und die Saite daraufhin eine minimale Verstimmung durch das Niederdrücken erfährt, wie der Ton vibriert, die Saiten dabei kaum wahrnehmbar auf dem Griffbrett knarzen, wie die Finger dann auf der geschliffenen Saitenumspinnung und dem bundlosen Holzgriffbrett einen perfekten Slide meistern – und im Wechsel dazu frei schwingende tiefe Töne das Solo grundieren. Der Kontrabass hat dabei genau die richtige, reale und natürlich klingende Mischung: näselnde Klängen in den hohen Lagen, bei den tiefen Tönen hingegen ein charakteristisches Wechseln zwischen ausgehöhlt-straffen und voluminös-tragenden Bässen. Wow!

Holografische Imaginationskunst

Dann setzt Sinne Eeg ein – und natürlich kann die dänische Jazzsängerin bei einer derart minimalistischen Begleitung die ganze Verführungskunst ihrer Stimme ausspielen: Mal sirenenhaft betörend, mal samtig weich, mal verletzlich gehaucht, dann mit einem wohligen Vibrato gehaucht. Dazu kommen die Atmer vor jeder neuen Phrase, aber eben auch feinste Nebengeräusche, die bei der Lippenbewegung entstehen – und die sorgen für die erste Gänsehaut! Frau Eeg erscheint uns ungemein nah und lebensecht. Neben dieser Greifbarkeit der Abbildung fällt uns hier auch die wunderbare Natürlichkeit der Wiedergabe auf. Stehen bislang Sinne Eeg in Front und ihr begleitender Bassist links hinter ihr, so stoßen nun Klavier und Schlagzeug dazu – gerade die Einführung der hinten positionierten Drums ist grandios: Morten Lund spielt ein paar sanfte, wohlgesetzte Wirbel auf dem Ride-Becken, die mit einem wunderbar wahrnehmbaren Hall des Aufnahmeraums nachklingen – ein toller Effekt, der uns abermals die ausgezeichnete holografische Imaginationskunst der D7.2 vor Ohren führt.

Grenzenlosigkeit und Wandnähe

Diese eindrucksvolle Räumlichkeit mit schöner Bühnebreite und -tiefe intensiviert Lars Jansson, der mit seinem rechts positionierten Klavier das Quartett komplettiert. Obwohl die Instrumentalisten, gerade der Drummer, überaus autonom auftreten, ergibt das schlussendliche Zusammenspiel ein homogenes musikalisches Ganzes. Beeindruckend ist aber auch die Offenheit und Klarheit der Wiedergabe, im Verbund mit der tollen Räumlichkeit der Abbildung hat man das schöne Gefühl einer Grenzenlosigkeit. Unser Hörraum hat aber reale Grenzen, und an die tasten wir uns nun durch eine wandnähere Aufstellung der D7.2 heran – mit Eivørs Liveaufnahme von „Mín móðir“ Die pathetisch-dunkle Folkpop-Nummer beeindruckt abseits des spektakulären Gesangs mit fetten, unheilschwangeren Synthie-Bässen und einer großen Trommel, die mit wuchtig-herzschlagartigem Rhythmus den Beat liefern, während Percussions mit wenigen, aber gezielten Einwürfen die spannungsgeladene Atmosphäre intensivieren. Trotz der schrittweisen Annäherung der D7.2 ans Gemäuer bleibt eine starke Bassüberhöhung aus, der Tiefton wird nur geringfügig kräftiger, die Wiedergabe als Ganzes bewahrt ihre Klarheit und Transparenz.

Dynamische Durchschlagskraft

Nun lassen wir es richtig krachen: Mit Hans Zimmers „Wheel of Fortune“ aus „Pirates Of The Caribbean: Dead Man’s Chest“. Dieser mitreißenden Filmmusik ist mit großorchestraler Macht eingespielt. Hier kann die D7.2 zeigen, dass sie auch die mannstarke Besetzung des Klangkörpers im Griff hat. Das gelingt ihr ausgezeichnet: Zimmer setzt gerne auf die dynamische Durchschlagskraft des gesamten Orchesters mit Pauken und Trompeten – und die D7.2 stellt diese Tutti mit sattestem Ton und amtlicher Wucht in unser Wohnzimmer. Da rumst es brachial in den Bässen, so dass wir öfters zusammenzucken. Da tönen die Percussions mit fettem Punch, so dass wir richtig physischen Druck spüren, den ein opulenter Klangkörper in voller Fahrt entwickelt. Da lassen die Bläser mit ihren dräuenden Fanfaren keinen Zweifel an der Dramatik der Schlachtszene, wobei hier die Streicher mitunter im Unsisono für Rasanz sorgen. Doch trotz des massiven Musikeraufgebots präsentiert die D7.2 das Orchester transparent, gestaffelt und präzise-impulstreu.

Fazit

Ja, so ein Understatement beherrschen wohl nur die Briten: Die neue Spendor D7.2 lässt optisch kaum erkennen, dass bei der D-Serie der englischen Lautsprechermanufaktur ein Generationswechsel stattgefunden hat. Nach wie vor ist dieser zweitgrößte Standlautsprecher der audiophilen Reihe schlank in der Anmutung und klassisch-zeitlos im Design. Die wichtigen Veränderungen sind dem Auge verborgenen, offenbaren sich aber umso stärker dem Ohr: Die D7.2 agiert neutral-natürlich, sie beeindruckt auch wegen ihres Spezial-Hochtöners mit toller Klarheit und Transparenz. Dank ihrer räumlichen und plastischen Abbildungskraft beherrscht sie eine geradezu holografische Imaginationskunst. Durch das 2,5-Wege-Konzept und die besondere Bassreflex-Abstimmung über den Linear Flow Port gelingt der D7.2 zudem ein kraftvoller, tiefreichender und sauberer Bass, der auch bei wandnaher Aufstellung in Balance bleibt und seine Definition bewahrt. Ein gelungener Generationswechsel!

Test & Text: Volker Frech

Über Spendor

Über Spendor

SPENDOR´S GESCHICHTE

SPENDOR wurde in den späten 1960er Jahren von Spencer und Dorothy Hughes gegründet. Spencer wandte das Wissen und die Kompetenz an, die er als Ingenieur in der tontechnischen Abteilung der BBC gewonnen hatte, um seinen ersten Lautsprecher, die BC1, zu kreieren. Dieses revolutionäre Design wurde schnell zum „Monitor der Wahl“ für viele Radiosender und auch anspruchsvolle Aufnahmestudios weltweit.

Fast 50 Jahre später ist der Einfluss der ikonischen BC1 und ihrer Nachfolger immer noch im Angebot an unverwechselbaren, innovativen Lautsprechern zu sehen und zu hören. SPENDOR bleibt der Referenzstandard für anspruchsvolle Audiophile und professionelle Toningenieure und liefert einen transparenten, natürlichen und absolut musikalischen Klang, der auch Sie schnell faszinieren wird.

DIE „MAGIE“ DER MUSIK

Die Aufgabe eines High End-Lautsprechers ist es, einen klaren und transparenten Klang zu liefern. Mit der Zielsetzung, dass die unendlichen subtilen Schattierungen, Töne und Farben der Musik ohne Verzerrungen, Unterbrechungen und Kompromisse ihren ganzen Glanz frei entfalten können.

Wir alle erleben Musik auf eine wirklich einzigartige und auch sehr persönliche Weise. Dieses Erlebnis ist eine sehr intensive Erfahrung, die Emotionen weckt und sowohl Intellekt als auch die Sinne anspricht. SPENDOR-Lautsprecher zeigen alle Details und Feinheiten auf und öffnen auch neue Fenster zu diesem Erlebnis und verwandeln die Art, wie Sie Musik bisher erlebten – sie lassen Musik lebendig werden.

NÄHER AN DER DARBIETUNG

Es ist nicht mehr allgemein üblich, dass ein Hersteller die Treiber im eigenen Hause entwickelt und auch produziert – und noch seltener, dass man die Gehäuse auch selber fertigt. Diese Aufgaben erfordern sehr viel Erfahrung, Fachwissen und auch ernsthafte Investitionen. SPENDOR ist einer dieser Hersteller.

Von einem günstigen Paar A1 in Eiche natur bis zu den Classic 200 in Walnuss dunkel durchlaufen alle SPENDOR-Gehäuse ohne Ausnahme einen sorgfältigen Herstellungsprozess mit vielen Stunden Arbeit, sehr peniblem Paar-Matching, beizen und anschließendem Finishing von Hand, um ihnen dadurch ihr atemberaubendes Aussehen zu geben.

Wenn Sie solides Handwerk, Geschick, Fantasie und absolute Liebe zum Detail wirklich zu schätzen wissen können Sie jeden unserer Lautsprecher auswählen und sich trotzdem absolut sicher sein, dass Sie in echte britische Handwerkskunst investieren. Jeder Spendor Lautsprecher ist quasi ein Unikat.

LIEBE ZUM DETAIL

Der unverwechselbare SPENDOR-Sound ist das Ergebnis unserer absoluten Detail-Besessenheit. Alle Treiber arbeiten nahtlos zusammen durch effiziente Hochqualitäts-Frequenzweichen und sehr kurze Signalwege, während sie direkt an der stabilen Gehäusestruktur verankert sind. Sogar die Spulen auf den Frequenzweichen werden in Sussex gewickelt und dann abgeglichen.

Die im eigenen Betrieb gefertigten Gehäuse mit ihrem dynamischen Dämpfungssystem sorgen für eine superschnelle und unbeeinflusste Reaktion, während höchstwertige Komponenten, die internen Kabel und ein maschinell gefertigtes, solides Stabilisator-Spikesystem (bei Standlautsprechern) zu einer Effizienz führen, die in ihrer Preisklasse echte Maßstäbe setzt.

VIELFACH „AUSGEZEICHNETE“ PRODUKTE

Alle drei Produktlinien bieten Ihnen das authentische und einmalige SPENDOR-Hörerlebnis, das sorgfältig auf unterschiedliche Präferenzen, Bedürfnisse und Budgets zugeschnitten ist.

Lautsprecher der A-Serie bieten faszinierende Leistung in einem kompakten, eleganten Design.

SPENDOR Classic bietet ein unverwechselbares Hörerlebnis, das vielen Hörern bei anderen Herstellern fehlt.

Und die D-Serie bietet Auflösung, Genauigkeit und Skalierung, um Ihnen das Beste aus ihrem leistungsstarken Audiosysteme zu präsentieren.

ENTWICKELT FÜR MUSIK. ENTWORFEN FÜR SIE.

Spendor entwickelt und konstruiert seine Lautsprecher komplett in Großbritannien. Jeder einzelne SPENDOR-Lautsprecher wird in der Produktionsstätte in Sussex mit Komponenten und Gehäusen montiert, die alle durch das eigene R&D-Programm entwickelt und immer wieder verfeinert werden.

Die Lautsprecher sind einfach zu integrieren, funktionieren mit fast jeder beliebigen Hi-Fi-Anlage und verändern die Art und Weise wie Sie hören und auch unabhängig davon welche Stilrichtung an Musik Sie bevorzugen. Ihr zeitloses, elegantes Design, das sich über fünf Jahrzehnte entwickelt hat, macht sie bei Ihnen zu Hause zu einer unauffälligen Erweiterung in jedem Raum. Das Beste aber von allem, sie liefern einen detailreichen, transparenten und musikalischen Klang deutlich über ihre Preisklasse hinaus.

Video D 7.2

Video D 7.2

Download-Dokumente

Spendor Prospekt GER

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Spendor Stammbaum

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Spendor D Serie Data-sheet ENG

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Spendor Preisliste 2021

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Testbericht Classic 7.2 Lite Magazin

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Testbericht D 7.2 Hifi Test

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