Edwards Audio Apprentice MM

Für noch nicht einmal 200,-€ eine richtig gute MM Phonovorstufe !

Beschreibung

Die Edwards Audio Apprentice MM-Phonostufe ist von der beliebten Edwards Audio MM1 abgeleitet und verwendet eine ähnliche Schaltungstopologie mit passiven Höhen und aktiver Bassentzerrung.
Ungewöhnlich in dieser Preisklasse: Es wird ein Zwei-Stufen-Verstärker genutzt, um die Entzerrungselektronik zu schützen und um eine niedrige Ausgangsimpedanz zu gewährleisten.

Alles ist konfiguriert für die Verwendung mit unserem Gleichspannung-geregelten Single-Rail-Schaltnetzteil.
Dies zusammen mit der Verwendung einer Doppel-U Gehäusekonstruktion ersparte uns die Notwendigkeit für eine teure Sonderanfertigung.
Die Front besteht aus einer sehr eleganten 3 mm dicken, schwarzen Acrylblende.
Soweit es die Klangqualität angeht, wird Sie unsere APPRENTICE MM-Phonovorstufe mit ihrem kaum vorhandenen Grundrauschen und der 40dB Verstärkung nicht enttäuschen, sondern begeistern, anders als viele Produkte, die wir gehört haben.
Wir bewerten die Leistung mit rund 85 % einer MM1, das alles zu rund der Hälfte des Preises einer MM1 macht den APPRENTICE MM zu einem audiophilen Schnäppchen.
Also die ideale Phonovorstufe für den, der auf sein Budget achten muss oder auch für die Kombination mit z.B. einen APPRENTICE TT-Plattenspieler.

 

Zusätzliche Informationen

Prinzip

Phonovorverstärker für MM Tonabnehmer

Phonosektion

Eingangswiderstand MM

47K an 150pF

Verzerrungen

<0.01% 1kHz

Verstärkung

40dB MM

Max. Eingangsspannung MM

75mV

Ausführung

Schwarz

Lieferumfang

Netzkabel, Garantieanforderung, Bedienungsanleitung

Netzanschluss

AC 230V/50Hz

Leistungsaufnahme

1,5 Watt

RIAA Entzerrungsgenauigkeit

innerhalb 0.5dB

Kanaltrennung

Besser als 66dB – 20-20kHz

Ausgangsimpedanz

Max. Ausgangsspannung 7.5V RMS abhängig vom Eingangssignal

Abmessungen in mm BxHxT

200 mm x 54 mm x 74 mm

Farbe

Blau Acrylversion, Grau Acrylversion, Grün Acrylversion, Rot Acrylversion, Schwarz Acrylversion, Weiß Acrylversion

Testbericht Stereoplay 6-2022

Testbericht Stereoplay 6-2022

Der Phono-Lehrling

Es ist schon enormes Understatement am Werk, wenn eine Firma, die seit 13 Jahren Phonoverstärker baut, ein neues Gerät Apprentice, also Lehrling, nennt.
Unser Test bestätigt: Understatement ist hier fehl am Platz.

Bei Edwards Audio muss ich immer kurz innehalten und mich sortieren. Wie war das noch mit Talk Electronics? Wer ist hier wer? Nun, es ist eigentlich simpel. Talk ist der Mutterkonzern, Edwards Audio eine von mehreren Marken. Der Internetauftritt ist etwas, wie sag’ ich es freundlich…, ernüchternd, aber es gibt ja den deutschen Vertrieb. BT Hifi führt alle Produkte des Herstellers auf, darunter vier Plattenspieler in sieben Ausführungen und fünf Phonoverstärker. Das ist ein Statement. Der Apprentice MM ist der kleinste Phono-Amp, er kostet 159 Euro und widmet sich ausschließlich der Verstärkung und Entzerrung von Signalen, die Moving-Magnet-Tonabnehmer anliefern. Es gibt im Markt sicher noch günstigere Geräte – in stereoplay hatten wir zuletzt etwa den Dynavox TC-5B –, aber das hier ist zum einen sehr freundlich bepreist, auch für Einsteiger, und zum anderen eben hochwertiges HiFi, ohne Wenn und Aber. Die Spezialisierung auf MM ist da ein Vorteil, und zudem hat man bei Edwards Audio doch ein besonderes Verhältnis zu Phonoverstärkern:
Das erste Produkt der Marke war 2009 eine kleine MM/MC-Phonostufe namens MC1. Made in England Diese wurde, wie auch die aktuellen Geräte, in England, genauer: in Virginia Water in Surrey gebaut. Aus dieser Fabrik über den Umweg des deutschen Vertriebs erreichte uns also eine Apprentice MM.
Eine angenehm kompakte Erscheinung, mit einem Einschalter auf der Rückseite und je einem Paar Cinch-Ein- und Ausgängen. Dazu gibt es eine ordentliche Erdungsschraube, fertig ist die Laube. Technisch ist über das kleine Kistchen leider nicht viel in Erfahrung zu bringen. Der Vertrieb berichtet von einer zweistufigen Verstärkung, „um die Entzerrungselektronik zu schützen und um eine niedrige Ausgangsimpedanz zu gewährleisten“ (10 Ohm). Die Schaltung kombiniert eine passive Höhen- mit einer aktiven Bassentzerrung.
Das Ganze steckt in einem Metallgehäuse mit einer eleganten 3 mm dicken schwarzen Acrylblende. Die Kompaktheit und das geringe Gewicht haben den Nachteil, dass hochwertige Kabel (im Test nutzten wir van-den-Hul- und Funk Tonstudiotechnik-Kabel) das Ding nach hinten kippen lassen, hier muss man eventuell etwas unter die Kabel legen. Das Messlabor hatte nichts zu beanstanden. Der Rauschabstand ist prima (82 dB) und die elektrischen Werte (47 Kiloohm Eingangswiderstand und 100 Pikofarad Eingangskapazität) ideal. Der Apprentice MM verstärkt das Signal um 42 dB, das ist ein üblicher Wert. Ausgeschaltet verbraucht er 0,1 Watt, im Betrieb drei. Da ist es auch kein Drama, wenn man an den rückseitig angebrachten Powerknopf vielleicht nicht gut drankommt. Im Hörraum zeigte der Apprentice MM an einem Reloop RP700MKII mit Ortofon Concorde 40 Anniversary im Tonarm, dass er für seinen Preis sehr musikalisch ist. Er erinnerte mich ein wenig an das Axiss Mustang aus Ausgabe 4: Eine Art Problemlöser.
Der Apprentice spielt ausgewogen, mit einem Hauch Wärme, nervt nie und macht so viel richtig, dass das, was er im Vergleich mit teureren Exemplaren nicht so gut macht, nicht groß stört. Welche Musik man ihm reinschiebt, ist egal, und das sollte es ja auch sein. Auf „She Caught The Katy“ (Blues Brothers O.S.T.) waren die Bläser dynamisch und die Instrumente sehr schön separiert. Fritz Wunderlichs Stimme („Dies Bildnis ist bezaubernd schön“) war erstaunlich fein aufgelöst. Insgesamt begeisterte der Apprentice uns mit seinem überaus natürlichen, rhythmischen Klang. Er ist jeden Cent wert.

Fazit: Eine unscheinbare MM Phonovorstufe, die durch Reduktion für das aufgerufene Geld einfach grandios spielt. Ein tolles Ding, nicht nur für Einsteiger.
Alexander Rose-Fehling

Testberichte Apprentice MM

Testberichte Apprentice MM

Die Apprentice MM und MC Versionen im Test der LP

Die Zauberlehrlinge:

Das jedenfalls behauptet Herr Thomas Schmidt vom Magazin „LP“ Ausgabe 2017 03 im Test der Phonovorstufen Edwards Audio Apprentice MM + MC.

Er schreibt weiter:

Kaum zu glauben, aber es gibt tatsächlich gute Phonovorstufen in der Preisklasse um 200 Euro.

Unterm Strich:

Zwei ganz heiße Kandidaten nicht nur für den Einsteiger: Was aus den kleinen Kistchen kommt, ist aller Ehren wert

Getestet in Hi-Fi Choice von Herrn David Price wurde die Edwards Audio Apprentice MM mit der Maximalpunktzahl von fünf Sternen ausgezeichnet.
Hier ein paar Auszüge des Testberichtes:
… und die gesamte Einheit ist für den niedrigen Preis mit einer überraschend hohen Qualität gefertigt.
Dies bringt den schönen fließenden Rhythmus des Liedes zutage, etwas, dass selbst einige Phonovorverstärker mit einer deutlich höheren Zahl auf ihrem Preisschild nicht annähernd gut hinbekommen.
… gibt Ihnen einen echten Einblick in die Aufnahme, was ich zu diesem Preis nicht erwartet hätte.
Wenn Sie eine ernsthaft klingende Entry-Level-Phonostufe suchen, brauchen Sie sich nur die Edwards Audio Apprentice MM anhören.

Video Apprentice MM V2

Video Apprentice MM V2

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