Edwards Audio IA 7

Feiner, gut klingender englischer Vollverstärker. Noch etwas leistungsstärker als der IA6

Beschreibung

Im Wesentlichen ist dies eine kleinere Version unseres neuen IA7 und ebenso ausgestattet mit Fernbedienungsfunktion für die Lautstärkeregelung und stumm schalte-Funktionen. Er verfügt über eine verbesserte lineare Stromversorgung sowie einen kundenspezifischen gewickelten 250VA-Ringkerntransformator. Nach langjähriger Arbeit und Entwicklung mit dem Transformatoren-Lieferanten ist das Ergebnis ein garantierter „geräuscharmer“ Transformator, der dem IA7 einen angenehmen und korrekten Klang verleiht. Dieser neue und verbesserte Transformator erhöht die Ausgangsleistung auf 65 W und verbessert die Stromstärke und den Antrieb, sodass er nahezu jeden Lautsprecher mit Leichtigkeit betreiben kann.

Der neue IA7 verfügt über eine Gleichstromblockierung am AC-Eingang, wodurch unerwünschter Gleichstrom am ankommenden Netz entfernt wird. Es verfügt über ein hintergrundbeleuchtetes Blaues LED-Display mit Acrylglas und einem 9 mm dicken, speziell bearbeiteten Außenrahmen. Ohne Tasten an der Vorderseite vermittelt der Verstärker ein reduziertes Design. Die sanften Drehregler für die Lautstärke- und Eingangswahl werden über gedrehte Aluminium-Bedienknöpfe mit einem Durchmesser von 40 mm hergestellt, die mit einem schwarz eloxierten, pulverbeschichtetem Finish versehen sind. Das Hauptnetzteil besteht aus einem benutzerdefiniert gewickelten Ringkerntransformator mit 20.000uF zur Glättung

Es verfügt über insgesamt 5 Anschlüsse: 4 davon sind Line-In und einer ist für eine optionale RIAA-MM-Karte für MM-Tonabnehmer. Es gibt auch eine zusätzliche Option für einen Vorverstärkerausgang für den Einsatz in aktiven Systemen oder Systemen mit mehreren Verstärkern. Eine 3,5-mm-Klinkenbuchse Eingang  ist auch noch für eine zusätzliche Quelle enthalten.

Zusätzliche Informationen

Prinzip

Transitor Vollverstärker

Gewicht

5,8 Kg

Leistung 8 Ohm/4 Ohm p K

65W/80W

Frequenzgang +/-1dB

20-20KHz

Verzerrungen

0,005%@20Khz 1 W

Signal-Rausch-Verhältnis 1W – A gewichtet

-86dB

MM-Karte (OPTION) Verstärkung 40dB

47K an 120pF an 120pF

Kanaltrennung

besser als 66dB – 20-20kHz

Eingangswiderstand – Line

27K

Lieferumfang

Netzkabel, Bedienungsanleitung, Garantieanforderung,Fernbedienung

Netzanschluss

AC 230V/50Hz

Abmessungen (BXTxH) Gesammt mm

240 mm x 87.5 mm x 325 mm

Optinonales Zubehör

MM Phonokarte
Vorverstärkerausgang (Serie)
Passende Endstufe (P7)

Dynamikbereich

110dB

Ausgangsimpedanz

<0.1 Ohm

Max. Ausgangsleistung 5mSec 1kHz ein Kanal

80W an 8 Ohm

Leistungsaufnahme (Leerlauf)

10W

Besonderheiten

Lautstärkeregelung per Fernbedienung
Mute Schaltung per Fernbedienung

Testbericht Audio Magazin

Testbericht Audio Magazin

Der Aufsteiger

TALK Electronics ist alles andere als ein Newcomer. Dennoch sind die Briten in Deutschland noch nicht sehr bekannt. Es wird Zeit, das zu ändern.

Die Edwards-Audio-Geräte stammen aus Großbritannien und gehören zum Mutterkonzern TALK Electronics.

Seit mehr als 15 Jahren baut TALK Electronics HiFi-Geräte und Lautsprecher und deckt dabei überwiegend einen Preisbereich ab, den man als vernünftig oder auch freundlich beschreiben könnte. Das Portfolio umfasst neben Lautsprechern auch Phonovorstufen, Plattenspieler, Kopfhörerverstärker, eine Vor-/End-Kombi sowie, natürlich, Vollverstärker. Den zweitgrößten, sprich zweitteuersten, haben wir zum Test geladen. Er heißt Edwards Audio IA7 und basiert auf dem IA2R, den es mittlerweile nicht mehr gibt. Gegenüber seinem Vorgänger wurde hier an einigen Klang entscheidenden Stellschrauben gedreht. So ist der neue 340VA-Trafo hochwertiger, ruhiger und ermöglicht, dass nun bis zu 83 Watt an acht Ohm bereitstehen (109 an vier). Zur Glättung stehen insgesamt 20.000 Mikrofarad (μF) in Kondensatoren bereit. Das Platinenlayout kam ebenfalls auf den Prüfstand, sodass auch hier noch Verbesserungen erzielt werden konnten. Der Netzeingang verfügt über eine Gleichstromblockierung zum Schutz vor Gleichstromanteilen, und die gesamte Elektronik profitiert von einem stabilen Gehäuse, das Vibrationen fernhält. Im Gegensatz zu den kleineren Modellen wird die Front von einem 9 mm starken Außenrahmen umrahmt.

Blaues Licht

Das von blauen LEDs von hinten beleuchtete Acryl-Display unterscheidet den IA7 zudem von den kleinen Geschwistern, die grün oder rot beleuchtet sind.

Der IA7 verfügt über einen serienmäßigen Vorverstärkerausgang:

Ein Vorteil gegenüber dem Vorgänger, bei dem dieser noch optional war. Sollte man doch mal mehr Power benötigen, kann hier die Edwards-Audio- Endstufe P7 andocken (Preis: 899 Euro). Erfreut hat uns auch der rückseitige 3,5-mm-Klinken Eingang, mit dem man zum Beispiel einen mobilen HiRes- Player in die Anlage einbinden kann.

… Vielmehr nutzte der Edwards Audio IA7 die Gelegenheit, um uns zu begeistern! Er spielt ungemein lebendig, mit einer leicht spritzigen Note. Das ist kein aufdringliches Klangbild, aber eines, das durchaus ein wenig Leben in die Bude bringen kann. In „My Generation“ von Teodross Avery überraschten uns der konturierte Bass und die insgesamt dynamische Wiedergabe. Er zeigte keine Scheu vor großen Pauken oder feinen Stimmen. Ein wahrer Allrounder.

Alexander Rose ■

Fazit: Der Edwards Audio IA7 ist ein wahrer Allrounder, der ungemein lebendig aufspielt und einer müden Anlage die über Gleichgültigkeit und Genuss entscheidende Prise Spritzigkeit verleihen kann. Die Phonostufe ist eher für Gelegenheitshörer gedacht, was an unserer Sympathie jedoch nichts ändert

 

Testbericht Hifi Stars

Testbericht Hifi Stars

Vollverstärker Talk Electronics “Edwards Audio Series” IA7
Erinnerung an die Zukunft

Beim Stichwort „britischer Vollverstärker“ kommen mir u.a. sofort die Stichworte „Langzeithören, musikalisch, Class-A, relativ geringe Leistung, oft ziemlich heißwerdendes Gehäuse, preiswert, spartanisch ausgestattet, achtziger Jahre“ in den Sinn. Und Marken wie Musical Fidelity, Nytech, Creek, Sugden, Camtech, Mission (Cyrus), Exposure, Quad oder DNM, um nur einige zu nennen. Lange ist es her, daß die kleinen Engländer die japanischen und amerikanischen Giganten das Fürchten lehrten – und nun steht wieder ein Gerät vor mir, das fast aus jener Zeit stammen könnte. Aber nur fast:
Der Talk Electronics Edwards Audio IA7 ist dazu schon wieder etwas zu elegant im optischen Auftreten – das war seinerzeit noch nicht wirklich angesagt …

Der IA7 hält sich ansonsten optisch ans britische Understatement:
Schuhkartonform (222 mm Breite x 87 mm Höhe x 325 mm Tiefe), wenige Bedienungselemente
(genauer: zwei Drehknöpfe für Quellenwahl und Einstellung der Lautstärke), relativ geringes Gewicht
(6,5 kg) und nicht zuletzt der günstige Preis (990 € in der Version ohne Phono-MM-Platine) sind adäquate
Attribute eines „typischen Engländers“. Dazu gesellen sich, ganz im Sinne des Klischees, aus technischer Sicht ein ausreichendes, aber überschaubares Wattangebot (65 W/Kanal an 8 Ohm stehen zur Verfügung), eine Ausgangsimpedanz von <0,1 Ohm bei einem Eingangswiderstand von 27 Kiloohm, ein Signal-/Rauschabstand von 88 dB bei 1 Watt Leistung, Verzerrungen von unter 0,005% bei 1 kHz und 1 Watt, die Kanaltrennung von 66 dB (20 Hz bis 20 kHz) und ein Verbrauch von 10 Watt im Leerlaufbetrieb. Die hauseigene MM-Phonokarte (47 kOhm, 120 pF) mit einer Verstärkung von 40 dB ist optional  verfügbar. Ach ja, und einen Empfänger für die mitgelieferte Fernbedienung hat er auch aufzuweisen (Lautstärke + und – sowie Mute). Soviel zu den technischen Daten.
Anschlußseitig …
… sind zunächst einmal drei „normale“ Cinch-Inputs für CD, AUX 1 und AUX 2 vorhanden, dazu ein in heutiger Zeit regelrecht anachronistisch anmutender Rec-Out-Anschluss sowie ein Pre-Out (der für einen zusätzlichen Endverstärker oder einen aktiven Subwoofer genutzt werden kann). Als Besonderheit ist dann
noch ein AUX-Eingang per 3,5 mm-Klinkenbuchse eingebaut: So findet die schöne neue Medienwelt Zugang zum “Edwards Audio“-Vollverstärker. Wichtig: Die Lautsprecheranschlüsse erfordern auf jeden Fall Bananas (oder notfalls entsprechende Adapter) – Kabelschuhe finden hier definitiv keinen Anschluss. Einen ordentlichen Ein-/Ausschalter plus die Kaltgerätebuchse gibt es noch – das war’s dann aber auch, was es auf der Rückseite zu sehen gibt. Ich verband für die folgenden Hörteststunden den Talk
Electronics mittels Sommer Cable Solara mit meiner als Tonquelle dienenden Krell-/Audio Research-Kombi; durch das bewährten SPK 8000 von Ortofon lieferte der Engländer dann das verstärkte Signal direkt den Monitoren Spendor Classic 3/1 zu (siehe auch HIFI-STARSNummer 39), die als „Abhöre“ dienten.
Musikalisch …
… sollte sich der physisch so zurückhaltende Brite zunächst mit ruhigerem Material beweisen: Die Nighthawks spielen auf „707“ (Herzog Records) einen Mix aus dem Cool-Jazz der 50er Jahre und darunterliegenden, entspannten House-Beats als Basis, genau das richtige Einstiegsprogramm.
Trompeter Reiner Winterschladen, Multiinstrumentalist Dal Martino und ihre Mitstreiter machen nun seit über zwanzig Jahren „Musik für Reisende“. Ihre musikalische Reverenz an ein Flugzeug, das man guten Gewissens als ersten musikalischen Kulturtransporter bezeichnen kann, bietet Tracks, die
sich zwischen Himmel und Erde, Gegenwart und Vergangenheit bewegen. Das Resultat sind sieben Songs plus die viersätzige 707-Suite. Die Boeing 707 war es schließlich, die erstmals im Jahre 1958 in den Himmel stieg und in der Folge solch’ legendäre Bands wie Led Zeppelin, die Rolling Stones oder auch die Beatles beförderte. Die Nighthawks nehmen mich mit auf eine akustische Reise von knapp einer Stunde, die ruhig und doch komplex zugleich vonstattengeht: Spannend und entspannend. Ein Programm, das der IA7 liebt. Modernen Bluesrock ohne unnötige Schnörkel liefert Kenny Wayne Shepherd auf „Lay It On Down“ ab. Ohne auch nur einen einzigen Blick in den Rückspiegel zu werfen, gibt der laut Pressemitteilung „berüchtigte Verkehrsrowdy“ Shepherd Vollgas. Wobei auch besinnlichere Momente nicht fehlen. Doch Shepherd ist am besten, wenn er so richtig das bluesrockige Gaspedal bis zum Boden durchtritt. Dabei lohnt es sich durchaus, auch einmal einen Blick auf die Texte zu werfen (beispielsweise von „Diamonds & Gold“ oder „Lay It Down“). Jeder Song erzählt dabei seine eigene Geschichte. Mir hat es jedenfalls einen Heidenspaß gemacht, das Ganze mit dem IA7 mehrfach nacheinander zu hören – und das nicht so ganz leise …
Der kleine Brite rockt also schon mal richtig gut. Also lege ich mit „Funkenflug“ von Versengold noch eins drauf. Und siehe da: Die nachdenklich-positive Botschaft von Liedern wie „Haut Mir kein’ Stein“ weiß ebenso zu überzeugen, wie der Titelsong oder das schwungvolle „Niemals Sang-Und Klanglos“. „Das Wär’ Ein Traum“ beschreibt ebenso deutlich, wie zugleich in Metaphern verpackt, unsere politische Lage – wohingegen „Verliebt In Eine Insel“ keine Zweifel daran läßt, wem des Barden Liebe gilt. Stimmen, gleich welcher Couleur, liebt der IA7 jedenfalls – ohne dabei das Instrumentarium zu vernachlässigen. Dabei zeigt der kleine Edwards-Audio- Amp viel Kraft und Energie, die Musik wirkt nicht gebremst oder saftlos. Eine starke Leistung!
Zum Schluss noch mal etwas Ayreon: „Ayreon Universe – Best Of Ayreon Live“ vermittelt auf 28 Tracks tatsächlich einen tollen Eindruck der SciFi-Welt des Ayreon-Universums. Die Live-Aufnahme jenes Konzertes, das nur an drei Abenden in Tilburg aufgeführt wurde, besticht durch seine intensive Live-Atmosphäre. Dazu tragen neben Lucassen selbst – der erst jeweils gegen Ende der Veranstaltung ins Rampenlicht trat – und seiner Band (selbstverständlich mit den Ayreon-Veteranen Johan van Stratum, Joost van den Broek und Ed Warby) etliche namhafte Gäste bei. Die Liste reichte dabei u.a. von Floor Jansen und Marco Hietala (Nightwish) über Damian Wilson (Threshold), Hansi Kürsch (Blind Guardian) und Anneke van Giersbergen bis hin zu Marcela Bovio (Stream Of Passion), Irene Jansen und Lisette van den Berg (Scarlet Stories). Dieses Live- Spektakel mit vielen hervorragenden Stimmen hätte ich zu gern persönlich erlebt – doch die Aufzeichnung ist zumindest ein gelungener Ersatz. Hören Sie sich mal die grandiose Version von „The Valley Of The Queens“ mit Floor Jansen, Anneke van Giersbergen und Marcela Bovio über die „english connection” Talk Electronics/Spendor an …!
Auf den Punkt gebracht
Der IA7 aus der Edwards Audio Series von Talk Electronics ist ein prima Mittler zwischen der typischen Gestaltung britischer Vollverstärker und modernen Anforderungen, zwischen unaufdringlichem  Langzeithören und detailreicher Präsentation. Für Musikfreunde mit begrenztem Budget stellt der Engländer somit in Kombination mit passenden Lautsprechern einen echten Tip dar – listen to the music!
Wolfgang Vogel

Video IA7

Video IA7

Video EA IA6

Video EA IA6

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Talk Elektronics Preisliste

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Talk Electronics Prospekt D

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