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Kubrick DCX

Ein Meisterwerk der Ingenieurskunst zum bezahlbaren Preis.

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Beschreibung

Soulines Kubrick DCX

High-End-Laufwerk zwischen Ingenieurskunst und modernem Design

Der Soulines Kubrick DCX ist ein außergewöhnlicher riemengetriebener Plattenspieler, der präzise Analogtechnik mit einer unverwechselbaren, asymmetrischen Formensprache verbindet.

Inspiriert von Stanley Kubricks Filmklassiker „2001: A Space Odyssey“ erinnert die Konstruktion an ein schwebendes technisches Objekt. Hinter dem futuristischen Erscheinungsbild verbirgt sich ein konsequent entwickeltes High-End-Laufwerk mit mehrschichtigem Aluminiumchassis, inverser Lagerkonstruktion und einem 40 mm starken Acrylteller.

Obwohl der Kubrick DCX optisch asymmetrisch erscheint, befindet sich seine Konstruktion mechanisch im Gleichgewicht. Plattenteller, Lager, Motor, Tonarmbasis und Standfüße sind so angeordnet, dass eine stabile Rotation und eine präzise Abtastung ermöglicht werden.

Mehrschichtige Aluminiumkonstruktion

Die Hauptbasis und das Subchassis des Kubrick DCX bestehen aus unterschiedlich geformten Aluminiumelementen. Diese werden präzise gefertigt, strategisch bedämpft und zu einer hochsteifen Konstruktion verbunden.

Das Aluminium-Subchassis ist an drei Punkten mit der Hauptbasis gekoppelt. Gummi-Kork-Elemente mit unterschiedlichen Durchmessern kontrollieren dabei die Übertragung von Schwingungen zwischen den einzelnen Ebenen.

Das Hauptlager und die massive Tonarmbasis sind direkt auf dem Subchassis montiert. Dadurch entsteht eine stabile mechanische Beziehung zwischen Plattentellerlager und Tonarm.

Die Motoreinheit befindet sich hingegen auf der Hauptbasis und wird zusätzlich bedämpft. Diese konstruktive Trennung trägt dazu bei, unerwünschte Motorvibrationen vom Abtastsystem fernzuhalten.

Goldenes Verhältnis und Fibonacci-Folge

Die Abmessungen und Formen der einzelnen Aluminiumebenen wurden unter Verwendung des Goldenen Schnitts und der Fibonacci-Folge entwickelt.

Auch die Positionen und Größen der unterschiedlichen Öffnungen innerhalb der Chassis-Elemente folgen diesen mathematischen Prinzipien.

Ziel ist eine möglichst gleichmäßige Verteilung und kontrollierte Ableitung mechanischer Schwingungen. Gleichzeitig wird das Trägheitsmoment in allen drei Ebenen in Richtung des Massenzentrums reduziert.

Dadurch kann die ungewöhnlich geformte Konstruktion trotz ihrer optischen Asymmetrie mechanisch ausgewogen arbeiten.

Präzises inverses Hauptlager

Der Kubrick DCX verwendet ein aufwendig gefertigtes inverses Hauptlager aus massivem Edelstahl und Messing.

Die hochglanzpolierte Edelstahlachse trägt eine eingefasste, gehärtete Stahlkugel. Eine präzisionsgefertigte Messingbuchse führt die Achse, während eine Druckplatte aus POM beziehungsweise Delrin für eine kontrollierte und reibungsarme Bewegung sorgt.

Die invertierte Konstruktion verlagert den Lagerpunkt nach oben und unterstützt dadurch eine stabile Führung des schweren Plattentellers.

Alle Lagerkomponenten werden mit engen Toleranzen gefertigt, um einen gleichmäßigen, ruhigen und geräuscharmen Lauf zu ermöglichen.

40 mm starker Acrylteller

Der Plattenteller wird aus gegossenem Acryl präzisionsgefertigt. Er besitzt eine Stärke von 40 mm und wiegt rund 3,4 kg.

Die hohe rotierende Masse unterstützt eine gleichmäßige Geschwindigkeit und hilft, kurzfristige Schwankungen des Antriebs auszugleichen.

Acryl wurde außerdem aufgrund seiner Material- und Resonanzeigenschaften ausgewählt. Die Schallplatte wird direkt auf den Teller gelegt; eine zusätzliche Plattentellermatte ist nicht erforderlich.

In der Mitte des Plattentellers befindet sich eine etwa einen Millimeter tiefe Aussparung für das Papieretikett. Dadurch kann die Schallplatte möglichst gleichmäßig und flach auf der Telleroberfläche aufliegen.

Soulines tt Clamp im Lieferumfang

Zum serienmäßigen Zubehör gehört die Soulines tt Clamp. Die Plattenklemme stellt einen festen Kontakt zwischen Schallplatte und Acrylteller her.

Leichte Unebenheiten können reduziert und unerwünschte Bewegungen der Schallplatte während der Abtastung minimiert werden. Gleichzeitig wird die Platte gleichmäßig an die Oberfläche des Tellers gekoppelt.

Zusammen mit der vertieften Etikettenfläche bietet die tt Clamp optimale Voraussetzungen für eine stabile Plattenauflage.

Elektronisch geregelter Gleichstrommotor

Der Kubrick DCX wird von einem hochwertigen Gleichstrommotor angetrieben, der speziell für den Einsatz in Plattenspielern optimiert wurde.

Die elektronische Motorsteuerung liefert einen stabilen Strom und ermöglicht einen gleichmäßigen, ruhigen Motorlauf. Die Kraftübertragung auf den Plattenteller erfolgt über einen Silikonriemen.

Die Geschwindigkeiten 33⅓ und 45 Umdrehungen pro Minute werden komfortabel über einen Kippschalter ausgewählt. Ein weiterer Schalter übernimmt die Start- und Stoppfunktion.

Beide Geschwindigkeiten lassen sich bei Bedarf separat feinjustieren. Die entsprechenden Einstellmöglichkeiten befinden sich auf der Unterseite der Bedieneinheit.

Der schwere Acrylteller benötigt ungefähr zehn Sekunden, um seine stabile Nenndrehzahl zu erreichen. Seine hohe rotierende Masse sorgt anschließend für eine ausgezeichnete Geschwindigkeitskonstanz.

Drei höhenverstellbare Edelstahlfüße

Das Laufwerk steht auf drei konischen Füßen aus präzisionsgefertigtem Edelstahl.

Die Dreipunktaufstellung ermöglicht eine besonders einfache und exakte Ausrichtung. Über die höhenverstellbaren Füße kann der Plattenteller waagerecht justiert werden.

Gummi-Kork-Elemente zwischen den Edelstahlfüßen und der Hauptbasis kontrollieren die Übertragung mechanischer Schwingungen zwischen Laufwerk und Stellfläche.

Aufgrund des Gesamtgewichts von 16 kg empfiehlt sich eine stabile und möglichst resonanzarme Aufstellfläche.

Zwei austauschbare Tonarmbasen

Der Kubrick DCX wird mit zwei unterschiedlichen, vom Anwender austauschbaren Tonarmbasen aus Aluminium geliefert.

SME-Tonarmbasis

Die SME-Basis ermöglicht einen variablen Abstand zwischen Tonarmdrehpunkt und Plattentellerachse von 206 bis 240 mm. Dadurch können unterschiedliche Neun-Zoll-Tonarme mit SME-kompatibler Montage verwendet werden.

Rega-/Origin-Live-Tonarmbasis

Die zweite Basis besitzt einen Abstand von 222 mm und eignet sich für zahlreiche Tonarme von Rega, Origin Live und weitere Modelle mit entsprechender Montagegeometrie.

Die erforderlichen Montageschrauben und Abstandshalter gehören zum Lieferumfang.

Der Tonarm kann damit später gewechselt werden, ohne das vollständige Laufwerk austauschen zu müssen. Die modulare Konstruktion bietet große Freiheit bei der Zusammenstellung und Weiterentwicklung des Analogsystems.

Kombination mit dem Soulines KiVi M3

Eine besonders harmonische Kombination ergibt sich mit dem Soulines KiVi-M3-Tonarm. Dieser kann abhängig von der angebotenen Ausführung bereits montiert sein oder separat ergänzt werden.

Der KiVi M3 ist ein geführtes Einpunktlager-Konzept mit zahlreichen Einstellmöglichkeiten für VTA, Azimut, Auflagekraft und Antiskating.

Der Kubrick DCX ist jedoch bewusst nicht auf einen einzelnen Tonarm festgelegt. Dank der beiden mitgelieferten Armboards lassen sich zahlreiche hochwertige Neun-Zoll-Tonarme verwenden.

Tonarm und Tonabnehmer sollten entsprechend der jeweiligen Produktvariante separat ausgewiesen werden.

Präzise Tonabnehmerjustage

Zum Lieferumfang gehört eine hochwertig gedruckte Tonabnehmer-Einstellschablone. Sie enthält drei unterschiedliche Geometrien:

  • Baerwald
  • Löfgren
  • Stevenson

Damit kann der verwendete Tonabnehmer passend zum ausgewählten Tonarm präzise ausgerichtet werden.

Die unterschiedlichen Geometrien ermöglichen eine individuelle Abstimmung der Spurfehlwinkel über die gesamte Schallplattenseite.

Eigenständiges Space-Age-Design

Der Name Kubrick DCX und die außergewöhnliche Gestaltung sind von „2001: A Space Odyssey“ inspiriert.

Der runde Plattenteller, die drei darunter angeordneten Standfüße und die seitlich auskragende Tonarmbasis verleihen dem Laufwerk die Erscheinung eines technischen Raumobjekts.

Die scheinbar asymmetrische Konstruktion ist tatsächlich sorgfältig ausbalanciert. Alle Komponenten sind gezielt um das Massenzentrum angeordnet.

Die Aluminiumoberflächen werden sandgestrahlt und anschließend silberfarben pulverbeschichtet. Dadurch entsteht eine matte, hochwertige und widerstandsfähige Oberfläche.

Acrylabdeckung SA Cover

Zum Lieferumfang gehört die separate Soulines SA Cover aus transparentem Acryl.

Die Abdeckung wird über das gesamte Laufwerk gesetzt und schützt Plattenteller, Tonarm und Tonabnehmer bei Nichtbenutzung vor Staub und versehentlicher Berührung.

Da die Abdeckung nicht fest mit dem Chassis verbunden ist, entstehen während des Abspielens keine zusätzlichen Scharniere oder mechanischen Verbindungen am Laufwerk.

Umfangreicher Lieferumfang

Der Kubrick DCX wird mit folgendem Zubehör ausgeliefert:

  • Soulines Kubrick DCX Laufwerk
  • Externes Gleichstromnetzteil
  • Zwei Silikon-Antriebsriemen, davon einer als Ersatz
  • SME-Tonarmbasis
  • Rega-/Origin-Live-Tonarmbasis
  • Passende Montageschrauben und Abstandshalter
  • Soulines SA Cover aus Acryl
  • Soulines tt Clamp
  • Tonabnehmer-Einstellschablone
  • Baerwald-, Löfgren- und Stevenson-Geometrie

Tonarm und Tonabnehmer sind abhängig von der gewählten Ausführung und sollten im jeweiligen Angebot gesondert angegeben werden.

Besondere Merkmale

  • Hochwertiger riemengetriebener Plattenspieler
  • Mehrschichtige Hauptbasis aus Aluminium
  • An drei Punkten gekoppeltes Aluminium-Subchassis
  • Strategische mechanische Bedämpfung
  • Nach Goldenem Schnitt und Fibonacci-Folge optimierte Geometrie
  • Mechanisch ausbalancierte asymmetrische Konstruktion
  • Präzises inverses Hauptlager
  • Lagerkomponenten aus Edelstahl, Messing und POM
  • 40 mm starker Acrylteller
  • Plattentellergewicht von rund 3,4 kg
  • Vertiefung für das Schallplattenetikett
  • Elektronisch geregelter Gleichstrommotor
  • Geschwindigkeiten 33⅓ und 45 U/min
  • Separate Feinjustage für beide Geschwindigkeiten
  • Drei höhenverstellbare Edelstahl-Kegelfüße
  • Gummi-Kork-Elemente zur Schwingungskontrolle
  • Zwei austauschbare Aluminium-Tonarmbasen
  • Kompatibel mit zahlreichen Neun-Zoll-Tonarmen
  • Plattenklemme und Acrylabdeckung im Lieferumfang
  • Ersatz-Antriebsriemen im Lieferumfang
  • Eigenständiges, von „2001: A Space Odyssey“ inspiriertes Design

Fazit

Der Soulines Kubrick DCX ist ein außergewöhnliches High-End-Laufwerk für Vinylfreunde, die eigenständiges Design, präzise Mechanik und große Flexibilität bei der Tonarmwahl miteinander verbinden möchten.

Seine mehrschichtige Aluminiumkonstruktion, das an drei Punkten gekoppelte Subchassis und die Gummi-Kork-Bedämpfung schaffen eine kontrollierte mechanische Grundlage.

Das präzise inverse Hauptlager und der 40 mm starke, 3,4 kg schwere Acrylteller unterstützen einen ruhigen Lauf und eine hohe Geschwindigkeitsstabilität. Der elektronisch geregelte Gleichstrommotor ermöglicht gleichzeitig eine komfortable Bedienung und die separate Feinjustage beider Geschwindigkeiten.

Mit den beiden austauschbaren Tonarmbasen lässt sich der Kubrick DCX an unterschiedliche Tonarme und persönliche Vorstellungen anpassen. Die umfangreiche Serienausstattung mit Plattenklemme, Acrylabdeckung, Ersatzriemen und Einstellschablone rundet das durchdachte Gesamtkonzept ab.

 

Zusätzliche Informationen

Prinzip

Riemengetriebener Plattenspieler mit Gleichstrommotor

Gewicht

16 kg

Antrieb

Elektronisch geregelter hochwertiger Gleichstrommotor

Geschwindigkeiten

33,33 und 45,00 U/min einstellbar

Hauptlager

Invertiertes Massives Messing – Edelstahl Lager mit Delrin Einlage

Plattenteller

40mm Acrylteller 3,4 Kg

Chassikonstruktion

mehrschichtige Aluminiumplattform

Entkopplung

3-Punkte

Ausführung

Silber Eloxiertes Aluminium

Lieferumfang

Soulines Kubrick DCX Laufwerk
Externes Gleichstromnetzteil
Zwei Silikon-Antriebsriemen, davon einer als Ersatz
SME-Tonarmbasis
Rega-/Origin-Live-Tonarmbasis
Passende Montageschrauben und Abstandshalter
Soulines SA Cover aus Acryl
Soulines tt Clamp
Tonabnehmer-Einstellschablone
Baerwald-, Löfgren- und Stevenson-Geometrie

Netzanschluss

AC 230V/50Hz

Gleichstromanschluss /Output

12V/300mA

Abmessungen (BXTxH)gesammt mm

470-350-16

Abmessungen (BXT) Aufstellfläche mm

400-350

Testbericht Kubrick DCX Stereoplay

Testbericht Kubrick DCX Stereoplay

Odyssee im Hörraum

Der zweitgrößte Soulines-Plattenspieler nimmt sich einen der größten Regisseure aller Zeiten zum Namensgeber. Das ist wenig bescheiden. Aber Bescheidenheit hat der Kubrick auch nicht nötig. Bevor Sie zur Tabelle weiterblättern, lassen Sie uns die Preisfrage doch gleich klären:

Ohne Tonarm kostet der Soulines Kubrick DCX 4500 Euro. Da der deutsche Vertrieb aber auch Talk Electronics und Van den Hul vertreibt, gibt es hier ein paar spannende (und sinnvolle) Pakete. Mit dem einpunktgelagerten Tonarm Talk A6 steigt der Preis auf 5200 Euro. Nimmt man nun noch ein MC vom Typ vdH MC 10 oder ein vdH Frog dazu, landet man bei 6300 bzw. 7000 Euro.

Unser Testgerät ist die zweitgrößte Ausbaustufe mit A6-Arm und vdH MC 10. In diesem Paket spart man gegenüber dem Einzelkauf knapp 300 Euro. Noch hinzu kommen optional 800 Euro für die auf den Fotos zu sehende Stellfläche namens U-Base. Ohne die U-Base sieht der Kubrick schön leichtfüßig aus, hingegen ist er ein kleines Monster mit einem nicht unbedenklichen Bedarf an Stellfläche – ist die Base doch satte 49 cm breit und 38,5 cm tief (sowie 4,5 cm hoch) bei 6,5 kg Gewicht. Das muss man erstmal unterbringen können.

Jede Menge Zeug

Im Karton findet sich ungewöhnlich viel Zubehör. Neben drei Tonarmbasen für 9-Zoll- Arme von Rega/Talk Electronics/ Origin Live, Jelco und SME liegen hier auch zwei Abstandshalter (6 und 8 mm) für eine VTA-Einstellung des Arms. Hinzu kommen noch eine minimalistische Staubschutzhaubeaus Acryl, eine gute Gummikorkmatte sowie eine runde, LP-große Pappscheibe zur Tonabnehmer Justage namens Protractor.

Dringt man dann zum Chassis des Kubrick vor, fällt auf, dass es aus mehreren Lagen 10 Millimeter starken Aluminiums gefertigt ist, das glasperlgestrahlt und hell eloxiert wurde. Die unterste Platte trägt den Motor, der ein kleines Stück über der Stellfläche schwebt und in einem Gehäuse aus einer fünflagigen Aluschale mit einer Stärke von einem Zentimeter und Deckel und Boden aus Blech sitzt. Die zweite Ebene trägt die höhenverstellbaren Füße, mit denen sich das Laufwerk waagerecht aufstellen lässt. Die oberste Ebene trägt den Ausleger für den Tonarm. Die einzelnen Lagen sind durch Gummikork voneinander entkoppelt. Das sieht luftig-elegant aus, die Wahl eines mattweißen Acryltellers passt da gut ins Bild. Dieser wiegt 3,2 kg und ist absolut sauber gefertigt und folglich laufruhig. Der Hersteller legt, wie erwähnt, eine sehr gute Matte mit in den Karton, stellt aber auch klar, dass die Nutzung optional ist. Acrylteller werden ja häufig ohne Matte betrieben. Da sollte man einfach mal hören, was einem mehr zusagt. Allein von der Handhabung her ziehe ich den Betrieb mit einer Matte immer vor.

Tellerlager

Das Tellerlager ist von invertierter Bauweise und hat eine Buchse aus Messing und eine Achse aus Stahl. Dass hier ordentlich gearbeitet wurde, bestätigt unser Testlab, dazu später mehr. Die Lagerachse hat nicht auf ihrer ganzen Länge Kontakt zur Buchse. Vielmehr ist sie im mittleren Bereich etwas verdickt, berührt also nur dort die Buchse, was Reibung reduziert, ohne die Stabilität zu gefährden. Ein cleverer Ansatz, den man auch bei anderen Tellerlagern immer mal wieder antrifft. Das nicht allzu hohe Gewicht des Tellers trägt eine Keramikkugel. Sie findet ihren Platz in einer kleinen Mulde auf der Achse und hat Kontakt zu einem Lagerspiegel aus Teflon.

Fibonacci & Co.

Auf der Hersteller-Website kann man lesen, dass bei der Konstruktion des Chassis (Dimensionen, Formen, Anordnung der Ausbohrungen) sowohl der Goldene Schnitt als auch die Fibonacci-Folge berücksichtigt wurde (Sie wissen schon, diese Zahlenfolge, mit der Wachstumsprozesse in der Natur, etwa bei einer Kaninchenpopulation, beschrieben werden können, und bei der im Anschluss an zwei Einsen jeweils zwei aufeinanderfolgende Zahlen die darauf folgende ergeben. Praktisch ist die Zahlenfolge aber auch im musikalischen Alltag, die Band Tool etwa nutzt Fibonacci-Zahlen im Song „Lateralus“ unter anderem für die Zahl der Silben in den Zeilen der Strophe…). Mit anderen Worten: Das Design basiert auf mathematischen Regeln und soll zum einen der Vibrationsdämpfung und zum andern einer Reduktion des Trägheitsmoments dienen…

Nun ja, genauer wird der Hersteller weise macht, elastisch aufgehängt ist. Wer 45 Umdrehungen pro Minute benötigt, muss nicht etwa den Tellerriemen umlegen, sondern kippt den Kippschaltereinfach in die entsprechende Position. In dieser Preisklasse erwarte ich auch nichts anderes. Die coolen Kippschalter findet man bei Plattenspielern meines Wissens aber nur bei Soulines. Ich mag sie sehr. Zwei versenkte Potis erlauben zudem eine Feineinstellung der Drehzahl. Die Werkseinstellung lag bei -0,07 Prozent – ganz ehrlich, da mache ich mir nicht die Mühe der Justage. Der Motor überträgt seine Kraft über einen Silikonriemen auf den Teller. Das weiße Silikon ist schon aus „farblichen“ Gründen eine gute Wahl, ein schwarzer Riemen wäre hier doch ein Fremdkörper. Zur Stellfläche nimmt der Kubrick Kontakt über drei in der Höhe verstellbare Füße aus Vollaluminium auf. Die beiden vorderen sind deutlich wuchtiger als der hintere (siehe Foto oben), zudem nutzt der Hersteller unterschiedlich große Gummikorkscheiben, um die Füße vom Chassis zu entkoppeln. Auch diese Maßnahme dient einer möglichst guten Kontrolle der Resonanzen.

Tonabnehmer

Das Van den Hul MC 10 Special kostet einzeln 1400 Euro. Preislich passt es also schonmal ausgezeichnet zum Kubrick-Laufwerk. Ich persönlich bin ja auch ein Fan der Laufwerk-Tonabnehmer- Kombination aus v.d.H. DDT II Special und dem Edwards Audio TT6). Denn obwohl dort der Tonabnehmer nach der verbreiteten Vorgehensweise zur Aufteilung des Budgets eigentlich viel zu teuer ist, spielt die Kombination doch herrlich sauber, detailliert und luftig. Doch während die Sinnfrage beim Edwards offensichtlich ist, stellt sie sich hier nicht. Die Laborwerte sind da Wie bereits erwähnt, lief der Kubrick 0,07 Prozent zu langsam. Aber erstens kann man das selbst justieren, und zweitens ist das auch einfach ein sehr guter Wert. Das hört niemand. Im Gegensatz zur Solldrehzahl ist beim Gleichlauf nichts zu machen, das gilt für alle Plattenspieler (Ausnahmen sind Modelle mit optionalen externen Motorsteuerungen, die auch leider nicht und ich zumindest werde nicht allzu schlau aus der Information. Vielleicht geht es Ihnen da anders. Lassen Sie es mich wissen. Den Teller auf Touren bringt ein geregelter Gleichstrommotor, der, wie man das üblicher-  den Gleichlauf verbessern können, siehe auch hier den Edwards Audio). Hier könnte der Kubrick noch etwas runder laufen, doch die Abweichung ist mit ±0,15 % auch nicht dramatisch. Tadellos sind auf jeden Fall die Rumpelstörgeräusche, also Geräusche, die vom Lager ausgehen. Mit Platte liegt der Rumpelstörabstand bei 71, mit Messkoppler bei 79 dB. Das handgefertigte MC 10 Special mit vdH-Typ-1-Nadelschliff, Boron-Nadelträger und Silberdraht-Spulen schlägt sich ebenfalls sehr gut. Die Ausgangsspannung liegt bei 1 mV, die Abtastfähigkeit ist mit 90 Mikrometer exzellent.

And No More Shall We Part

Klanglich erinnert der Kubrick an den in stereoplay 4/20 getesteten Soulines Dostoyevsky DCX. Das verwundert nicht, sind doch die Arme identisch und die Tonabnehmer ähnlich. Auch das Lager ist bei beiden Laufwerken gleich, dafür bringt der Teller des Kubrick 600 Gramm mehr auf die Waage und seine Zarge ist ohnehin ungleich aufwendiger und steifer. Aber was heißt, er erinnert an den Dostoyevsky? Das Klangbild dieses Trios ist enorm detailliert und wunderbar luftig. Platten jedes Genres sind auffallend durchhörbar, ohne dass hier zu viel Analyse ins Spiel kommt oder das Fundament fehlt. Das ist genauso audiophil wie es einfach nur Spaß macht. Bei Soul Asylums „And The Horse They Rode In On“ jedenfalls, einem Album das ich in und auswendig kenne, staunte ich nicht schlecht: So viele Informationen, gerade auch im Bass, habe ich schlicht noch nie rausgehört! Das Klangbild bleibt dabei ganzheitlich-ausgewogen, zeigt keine falsche Helligkeit und keine Nervosität. Ohne Frage, Laufwerk, Arm und Tonabnehmer harmonieren wunderbar. Wer es, wie Kollege Ruhnke, gerne etwas klassisch-analoger mag, sollte am Tonabnehmer ansetzen. Schon mit recht günstigen MCs aus dem Hause Ortofon wird das Klangbild etwas substanzieller, wer lieber MMs hört, bekommt mit einem Sumiko Amethyst (stereoplay 9/19) einen erdigeren Klang. Es spricht für Laufwerk und Arm, dass hier Unterschiede deutlich zum Tragen kommen. Ich aber kann mich dem Van den Hul kaum entziehen. Das Gespür etwa für jede Art von Hall, für feinst aufgelöste Schlagzeugbecken, ist einfach spitze. Gut, wer ausschließlich Metal hört, der sollte was anderes reinschrauben. Alle anderen sollten sich das MC 10 Special unbedingt anhören. Das neutrale und absolut korrekt spielende Laufwerk ist eine ideale Basis für alle erdenklichen Arme und Tonabnehmer, addiert tolles Timing und ist vollauf in der Lage, gefühlvolle Musik auch so zu vermitteln – wie wir mit Nick Caves „And No More Shall We Part“ erfahren konnten. Und was bringt die U-Base? Sie macht die Abbildung ein klein wenig plastischer, den Bass ein klein wenig konturierter und Stimmen und Instrumente ein klein wenig präsenter. Sollten Sie die 800 Euro dafür auch noch aufbringen können und sich an der Optik erfreuen, dann greifen Sie zu. Ich würd’s tun.

Alexander Rose-Fehling

Fazit:

Eine optisch interessante und klanglich starke Abwechslung zum klassischen Brett-Spieler: Der Soulines Kubrick ist aufwendig designt, toll verarbeitet und mit einem Arm von Talk und einem Tonabnehmer von Van den Hul ideal ergänzt. Das Trio bietet ein hinreißend luftig-detailreiches-Klangbild, das aber auch viel Spaß und Emotion vermittelt und dabei nie anämisch oder zu analytisch wirkt. Wer es kuscheliger oder wärmer will, der kauft einfach nur Arm und Laufwerk und baut einen anderen Tonabnehmer ein.

Testberichte Kubrick DCX LP Magazin

Testberichte Kubrick DCX LP Magazin

Frisch aus dem Orbit

Ihnen wäre nach ein wenig frischem Wind in der Riege der gerade noch finanzierbaren Plattenspieler? Dann wird Ihnen diese Maschine garantiert gut gefallen

Schick sieht er aus, keine Frage. Elegant glasperlgestrahltes und hell eloxiertes Aluminium, kombiniert mit einem mattweißen Acrylteller. Flache Silhouette, stimmiges Erscheinungsbild. Haben Sie noch nie gesehen, so ein Gerät? Wir bis vor Kurzem auch nicht, deshalb haben wir den „Soulines Kubrick DCX“ auch gleich geordert, um ihn mal unter die Lupe zu nehmen. Der Firmenname ist jedenfalls schon mal geschickt gewählt: Google liefert bei der Suche nach „Soulines“ – offensichtlich ein Kunstwort – seitenweise Ergebnisse, die ausschließlich auf diese Plattenspieler verweisen, welche in Serbien erdacht und produziert werden. Unser Proband bildet das Topmodell des zurzeit vier Modelle umfassenden Programms und kostet „nackt“, also ohne Tonarm und Tonabnehmer, 3.500 Euro. Im Preis inbegriffen sind drei Tonarmbasen für Arme nach dem Rega- Standard, solche mit Linn-Flansch und eine SME-Variante. Zusätzlich gibt’s ein Paket – das ist das, mit dem wir uns hier beschäftigen – bei dem ein Tonarm vom Typ Jelco SA 750D, ein feiner MC-Abtaster von Audio Technica in Gestalt des AT-33 PTG II und ein hochwertiges Tonarmkabel vom deutschen Hersteller WSS mitgeliefert werden. Die Komplettlösung kostet 4.600 Euro. Das ist nicht unbedingt supergünstig, hat aber auch das Potenzial für klangliche Großtaten. Soulines wurde 2009 von einen Mann namens Igor Gligorov ins Leben gerufen.

Nachdem er und seine Mannen sich zunächst mit Tuning und Umbau bestehender Plattenspieler beschäftigten, wuchs irgendwann der Wunsch nach einem „richtigen“ Plattenspieler. Erfahrung mit dem Metier war reichlich vorhanden, Grigorov verdingte sich in der Vergangenheit als Musiker (er hat eine abgeschlossene Cello- Ausbildung) und Studioprofi. Die Resultate können zwar gewisse Referenzen an existierende Geräte nicht verleugnen, aber das ist ja fast bei jedem Newcomer so. Der „Kubrick DCX“ bildet übrigens in dieser Hinsicht eine löbliche Ausnahme, er geht als ziemlich eigenständig durch. Lupfen wir zunächst den Plattenteller: Darunter kommt ein Aufbau aus drei verschiedenen, jeweils aus zehn Millimeter starkem Aluminium gefertigten Platten zum Vorschein. Die unterste Platte trägt die Antriebseinheit; diese ist in dem charakteristischen, an der linken Seite herausragenden Ausleger untergebracht. Darüber ist eine „dreiflügelige“ Platte angebracht, die das ganze Konstrukt trägt. An den Enden der Ausleger sind höhenverstellbare Füße angebracht, mit denen sich das Laufwerk waagerecht ausrichten lässt. Die oberste Platte bildet den Ausleger, auf dem der Tonarm montiert wird. Dazwischen gibt’s noch eine kleine runde Platte als Abstandshalter.

Die vielarmige Anordnung ist übrigens für die Namensgebung des Gerätes verantwortlich: Der Konstrukteur verbindet diese Optik mit der Raumstationsoptik aus Kubricks Science-Fiction-Meisterwerk „2001“. Alle drei Ebenen werden mit Lagen aus dem zweiten wichtigen „Baumaterial“ für diesen Plattenspieler voneinander entkoppelt, nämlich Gummikork. Unterschiedlich dicke Zuschnitte aus diesem sehr gut dämpfenden Material stecken zwischen je zwei Blechen. Das Tellerlager ist eine recht interessante Konstruktion. Es ist von invertierter Bauart, die Achse steht also auf der Basis, in diesem Falle einer solchen aus Messing. Besagte Achse (Stahl) hat in der Mitte eine breite Ausdrehung, wodurch nur ein relativ geringer Teil ihrer Oberfläche Kontakt zur Wandung der Lagerhülse (ebenfalls Messing) hat. Der Stabilität schadet das nicht, die kleinen reibenden Flächen sorgen aber für sehr wenig Lagergeräusche. Die vertikalen Kräfte nimmt eine kleine Keramikkugel auf, die in einer Vertiefung auf der Oberseite der Lagerachse ruht. Beim Spiegel in der Lagerhülse tippe ich aus der Anschauung heraus mal auf Teflon. Das Ganze trägt einen sauber gefertigten 40er-Acrylteller. Der Antrieb steckt in dem frei schwebenden Ausleger. Er ist aus fünf Lagen Alu (10 mm) realisiert, plus zwei dünnere Bleche als Deckel.

Im Inneren steckt ein elastisch aufgehängter geregelter Gleichstrommotor, dem bekannten Tapedeck-Motor von Scheu nicht unähnlich. Per Kippschalter lassen sich zwei Tellerdrehzahlen anwählen und mittels zweier versenkter Trimmpotis fein einstellen. Die Verbindung zum Teller übernimmt ein weißer Silikonriemen. Auf die Armbasis – womit wir beim letzten Ausleger wären – passen keine langen Tonarme. Ich halte es aber durchaus für möglich, dass man die Basisplatte gegen eine längere austauschen kann. Der im Paket enthaltene Jelco ist ein klassischer Neunzöller und macht sich optisch wie vom technischen Anspruch her sehr gut auf dem Laufwerk. Das Modell SA750 D verfügt über ein S-förmig gebogenes Edelstahlrohr und ein abnehmbares Headshell mit Standard-SME-Verschraubung, wodurch man Tonabnehmer sehr bequem wechseln kann. Der Arm ist klassisch kardanisch gelagert sehr solide gefertigt, der japanische Hersteller beherrscht sein Fach seit vielen Jahren. Eine oben übers Joch zugängliche Ölwanne erlaubt die Bedämpfung des Tonarms mittels Silikonöl, was bei manchen Abtastern von Vorteil sein kann. Das mitgelieferte Audio Technica AT-33 PTG II braucht diese Maßnahme nicht. Bei ihm handelt es sich um die aktuelle Inkarnation eines Klassikers aus dem Audio Technica-Programm.

Es arbeitet nach dem MC-Prinzip, liefert rund 0,3 mV Ausgangsspannung bei 5 cm/Sekunde Schnelle und fühlt sich bei rund 20 Millinewton Auflagekraft am wohlsten. Es verfügt über einen vergoldeten massiven Bor-Nadelträger und einen ziemlich kleinen Diamanten mit Microline-Schliff. Einzeln wechselt es für etwas über 500 Euro den Besitzer. Das Phonokabel „Silver Line KS30“ von WSS rundet das Paket ab und bürgt für den ungestörten Signaltransport zur Phonovorstufe. Es verfügt tonarmseitig über einen geraden massiven SME-Stecker, auf der anderen Seite der 1,5 Meter langen, angenehm flexiblen Leitung sind die ausgezeichneten Cinch-Stecker vom Typ Bullet Plug montiert. Wir haben unser Paket selbst montiert, Sie bekommen es fix und fertig zusammengebaut und eingestellt geliefert. Von daher: Einen stabilen Unterbau suchen, das Gerät waagerecht ausrichten – dank der verstellbaren Füße kein Problem, Kabel an die Phonovorstufe und los geht’s. Welche Abschlussimpedanz Sie wählen, liegt wie üblich bei Ihnen. Ich lande in der Gegend von 500 Ohm, da kann das Audio Technica seinen filigranen und zarten Charakter am besten entfalten. Wer‘s etwas erdiger und stämmiger mag, der darf auch gerne 100 Ohm versuchen.

Die drei Mädels von Elaiza machen denn auch gleich deutlich, wes Geistes Kind der Kubrick DCX ist: Er bietet dem feingeistigen Tonabnehmer eine sehr passende Basis, trägt nicht zu dick auf, schafft eine rhythmisch fließende, in sich sehr stimmige Atmosphäre. Kein begnadeter Rock‘n‘Roller, aber eine im besten Sinne analog und fein klingende Kombination. Die ausgezeichnete Vier-Jahreszeiten-Einspielung mit Giuliano Carmignola tönt kompakt, konzentriert und mit der nötigen Autorität. Die Solovioline ist schön freigestellt, das Orchester gruppiert sich perfekt postiert drumherum. Die Abbildung gerät breit, majestätisch, mit nicht ganz so exemplarischer Tiefe. Die Wucht der Orchestereinsätze schafft der Soulines spielend überzeugend darzustellen. Seine Vorliebe für die breite Bühne kommt ihm auch bei der fantastischen Neuauflage des Peter, Paul & Mary-Erstlings von ORG entgegen, die Kombi verschafft den drei Stimmen genau die Differenzierung, die sie brauchen. Das gefällt und qualifiziert das Produkt des serbischen Herstellers als willkommene Alternative in der Plattenspielerlandschaft. Man darf hier ganz ungehemmt zugreifen, denn hübsch ist dieser Plattenspieler allemal.

Fazit

Sehr fein, filigran und schlüssig tönt das Komplettpaket vom Deutschlandvertrieb. Zweifellos ist dem Hersteller mit dem Laufwerk ein wirklich schönes Stück Technik gelungen.

 

Video Kurbick DCX

Video Kurbick DCX

Video Kubrick DCX Unboxing

Video Kubrick DCX Unboxing

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Preisliste Soulines

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Soulines Prospekt

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Testbericht Kubrick DCX LP Magazin

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Bedienungsanleitung Kubrick DCX

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