Zum Inhalt springen

The Excalibur

Der van den Hul The Excalibur ist ein vollständig gleichstromgekoppelter High-End-Mono-Endverstärker mit mindestens 100 Watt an 8 Ohm und 130 Watt an 4 Ohm. Seine extrem breitbandige Schaltung, symmetrische und unsymmetrische Eingänge sowie der XLR-Link für Bi-Amping ermöglichen eine kraftvolle, präzise und räumlich stabile Musikwiedergabe.

Kategorie: Schlagwörter: , ,

Beschreibung

Vollständig gleichstromgekoppelter High-End-Mono-Endverstärker

Der van den Hul The Excalibur ist ein kompromisslos entwickelter Mono-Endverstärker für anspruchsvolle High-End-Anlagen. Er verbindet eine vollständig gleichstromgekoppelte Schaltung mit außergewöhnlich hoher Bandbreite, präzisem Phasenverhalten und umfangreichen Schutzfunktionen.

Mit mindestens 100 Watt Ausgangsleistung an 8 Ohm und 130 Watt an 4 Ohm bietet der kompakte Monoblock ausreichend Leistung und Stromlieferfähigkeit für eine große Auswahl hochwertiger Lautsprecher.

Für eine Stereoanlage werden zwei The Excalibur benötigt. Dank symmetrischer und unsymmetrischer Eingänge lässt sich die Endstufe flexibel mit unterschiedlichen Vorverstärkern kombinieren. Ein zusätzlicher XLR-Link-Ausgang ermöglicht außerdem die unkomplizierte Erweiterung für Bi-Amping-Systeme.

Die Vollendung der van-den-Hul-Verstärkerkette

Nach dem The Grail SB Phonovorverstärker und dem The Emerald Vorverstärker vervollständigte van den Hul sein Elektronikprogramm mit dem The Excalibur Mono-Endverstärker.

Entwickelt wurde der The Excalibur von Jürgen Ultee. Ziel war ein leistungsfähiger, breitbandiger und musikalisch neutraler Endverstärker, der die feinsten Informationen einer hochwertigen Quelle bewahrt und gleichzeitig auch anspruchsvolle Lautsprecher kontrolliert antreiben kann.

Der The Excalibur folgt dabei derselben Philosophie wie die übrigen van-den-Hul-Komponenten: Die Elektronik soll der Musik dienen und der Wiedergabe möglichst keinen eigenen klanglichen Charakter aufzwingen.

Konsequentes Mono-Konzept

Jeder The Excalibur verstärkt ausschließlich einen Audiokanal. Für den Stereobetrieb werden daher zwei identische Monoblöcke eingesetzt.

Die konsequente Trennung der Kanäle bietet mehrere Vorteile:

  • vollständig getrennte Stromversorgung für den linken und rechten Kanal
  • keine gegenseitige Beeinflussung der beiden Kanäle
  • optimale Kanaltrennung
  • kurze Lautsprecherkabel möglich
  • flexible Aufstellung in der Nähe der Lautsprecher
  • hohe Leistungsreserven für jeden Kanal
  • einfache Erweiterung für Bi-Amping

Bei einer geeigneten Aufstellung kann jeweils ein Monoblock in der Nähe des entsprechenden Lautsprechers positioniert werden. Dadurch lassen sich die Lautsprecherkabel besonders kurz halten.

Vollständig gleichstromgekoppelte Schaltung

Der The Excalibur ist vom Eingang bis zum Ausgang vollständig gleichstromgekoppelt aufgebaut. Im Audiosignalweg werden somit keine klassischen Koppelkondensatoren benötigt.

Eine gleichstromgekoppelte Schaltung kann insbesondere im Bass- und Grundtonbereich Vorteile bieten, da sehr tiefe Frequenzen ohne die phasenverschiebenden Eigenschaften von Koppelkondensatoren übertragen werden.

Die Konstruktion stellt allerdings besonders hohe Anforderungen an Stabilität und Schutzschaltungen. Der The Excalibur überwacht deshalb den Betriebszustand und schützt den Ausgang sowohl vor Kurzschlüssen als auch vor unerwünschten Gleichspannungssignalen am Eingang.

Hohe Ausgangsleistung

Van den Hul gibt für den The Excalibur eine Ausgangsleistung von mindestens 100 Watt an 8 Ohm an. Die Begrenzungsgrenze liegt bei 112 Watt an 8 Ohm.

An einer Last von 4 Ohm steigt die Ausgangsleistung auf 130 Watt. Die Begrenzungsgrenze liegt hier bei mehr als 150 Watt.

Lastimpedanz Nennleistung Begrenzungsgrenze
8 Ohm Mindestens 100 Watt 112 Watt
4 Ohm 130 Watt Mehr als 150 Watt

Die Leistungsangaben gelten jeweils für einen einzelnen Mono-Endverstärker und damit pro Kanal.

Die stabile Leistungsabgabe an 4 Ohm ermöglicht den Betrieb zahlreicher hochwertiger Lautsprecher, deren Impedanz im Musikbetrieb deutlich unter den Nominalwert fallen kann.

Extrem breitbandige Schaltung

Der Frequenzbereich wird am Eingang bewusst bei 380 kHz begrenzt. Die eigentliche Verstärkerschaltung würde ohne diese Begrenzung einen weitgehend linearen Frequenzgang bis über 10 MHz erreichen.

Diese außergewöhnlich hohe interne Bandbreite dient nicht dazu, unhörbare Frequenzen wiederzugeben. Sie soll vielmehr ein gleichmäßiges zeitliches Verhalten innerhalb des hörbaren Frequenzbereichs gewährleisten.

Nach der Entwicklungsphilosophie von van den Hul ermöglicht die hohe Bandbreite eine möglichst einheitliche Signalgeschwindigkeit zwischen tiefen und sehr hohen Frequenzen. Dadurch sollen präzise Phasenbeziehungen und eine stabile räumliche Darstellung erhalten bleiben.

Präzises Phasenverhalten

Die räumliche Abbildung einer Aufnahme hängt wesentlich von kleinsten Phasen- und Zeitunterschieden zwischen den beiden Stereokanälen ab.

Eine breitbandige und phasenstabile Verstärkerschaltung kann dazu beitragen, diese feinen Informationen möglichst unverändert an die Lautsprecher weiterzugeben.

Die Konstruktion des The Excalibur wurde deshalb auf folgende Eigenschaften optimiert:

  • präzises zeitliches Verhalten
  • stabile Phasenbeziehungen
  • klare räumliche Fokussierung
  • nachvollziehbare Bühnenbreite und -tiefe
  • saubere Darstellung schneller Transienten
  • natürliche Wiedergabe komplexer Musiksignale

Geringe Verzerrungen mit harmonischer Struktur

Bei einer Ausgangsleistung von 50 Watt an 8 Ohm und einer Messfrequenz von 1 kHz gibt van den Hul einen Klirrfaktor von weniger als 0,1 Prozent an.

Nach Herstellerangaben besteht der verbleibende Verzerrungsanteil im Wesentlichen aus der zweiten Harmonischen, auch K2 genannt. Diese besitzt einen harmonischen Bezug zum Grundton und wird häufig als weniger störend wahrgenommen als ungeradzahlige Verzerrungskomponenten höherer Ordnung.

Der The Excalibur verbindet damit geringe Gesamtverzerrungen mit einem bewusst auf musikalische Natürlichkeit abgestimmten Schaltungskonzept.

Symmetrischer und unsymmetrischer Eingang

Der The Excalibur kann wahlweise symmetrisch über XLR oder unsymmetrisch über Cinch angesteuert werden.

Die Eingangsimpedanzen betragen:

  • 33 kOhm am symmetrischen Eingang
  • 26 kOhm am unsymmetrischen Eingang

Die symmetrische Verbindung bietet insbesondere bei längeren Kabelwegen und komplexen Anlagen Vorteile, da eingestreute Störungen wirkungsvoll unterdrückt werden können.

Der unsymmetrische Cinch-Eingang ermöglicht gleichzeitig die problemlose Kombination mit klassischen Vorverstärkern ohne XLR-Ausgang.

XLR-Link für Bi-Amping

Ein zusätzlicher XLR-Anschluss ermöglicht die Weiterleitung des Eingangssignals an einen weiteren The Excalibur.

Damit lassen sich zusätzliche Monoblöcke ohne aufwendige Signalverteiler in ein Bi-Amping-System integrieren. Beispielsweise kann eine Endstufe den Bassbereich und eine zweite Endstufe den Mittel- und Hochtonbereich desselben Lautsprechers versorgen.

Der zusätzliche XLR-Anschluss vereinfacht außerdem das Daisy-Chaining mehrerer Endverstärker in entsprechend ausgelegten Anlagen.

Aktive Temperaturregelung

Die Betriebstemperatur des The Excalibur wird permanent überwacht. Zwei besonders leise arbeitende Lüfter regeln die Temperatur aktiv.

Durch diese temperaturabhängige Kühlung konnte van den Hul eine vergleichsweise kompakte Bauform realisieren, ohne die thermische Betriebssicherheit bei hoher Leistungsabgabe zu beeinträchtigen.

Die aktive Regelung ermöglicht einen zuverlässigen Betrieb auch bei höheren Umgebungstemperaturen. Dennoch benötigt die Endstufe ausreichend freien Raum für die Luftzirkulation. Die Lüftungsöffnungen dürfen nicht verdeckt werden.

Umfangreiche Schutzschaltungen

Die hohe Bandbreite und die vollständig gleichstromgekoppelte Schaltung werden durch aufwendige Schutzfunktionen ergänzt.

Der Ausgang ist geschützt gegen:

  • Kurzschlüsse
  • unzulässige Belastungen
  • Gleichspannung am Eingang
  • thermische Überlastung

Diese Schutzschaltungen sollen sowohl den Endverstärker als auch die angeschlossenen Lautsprecher vor Schäden bewahren.

Die Schutzfunktionen ersetzen jedoch nicht die korrekte Verkabelung. Lautsprecher- und Signalkabel sollten ausschließlich bei ausgeschaltetem Gerät angeschlossen oder gewechselt werden.

Massives und resonanzkontrolliertes Gehäuse

Der The Excalibur verwendet ein besonders stabiles, bedämpftes und mechanisch entkoppeltes Gehäuse. Die massive Konstruktion unterstützt eine ruhige Arbeitsumgebung für die empfindlichen Verstärkerschaltungen.

Mit einem Gewicht von ungefähr 26 Kilogramm pro Monoblock bietet das Gehäuse eine solide mechanische Grundlage. Gleichzeitig trägt die Konstruktion zu einer wirkungsvollen magnetischen Abschirmung bei.

Für den Transport verwendet van den Hul stabile Schutzkoffer, wie sie auch bei den Modellen The Grail SB und The Emerald zum Einsatz kommen.

Verschiedene Ausführungen

Der The Excalibur ist in unterschiedlichen Gehäusevarianten erhältlich:

  • cremefarbene Ausführung mit dunkelroten Seitenteilen
  • schwarze Ausführung mit hellen Echtholz-Seitenteilen
  • Ferrari-Rot als Sonderausführung gegen Aufpreis

Die massiven Seitenteile verleihen dem funktionalen Gehäusedesign eine individuelle und hochwertige Optik.

Da Sonderfarben und Materialausführungen von der aktuellen Verfügbarkeit abhängen können, empfiehlt sich eine vorherige Anfrage.

True Transmission Technology

Der The Excalibur folgt der von van den Hul als „True Transmission Technology“ bezeichneten Entwicklungsphilosophie.

Ziel ist eine möglichst unverfälschte Übertragung des Musiksignals. Die Endstufe soll weder Details verdecken noch einzelne Frequenzbereiche künstlich hervorheben.

Die hohe Bandbreite, das präzise Phasenverhalten und die geringe Gegenkopplung sind auf eine natürliche, räumlich stabile und dynamisch freie Wiedergabe ausgerichtet.

Hybrid-Design und halogenfreie Ausführung

Van den Hul bezeichnet den The Excalibur als Hybrid-Design. Dabei werden unterschiedliche technische Lösungsansätze kombiniert, um hohe Leistung, Stabilität und musikalische Natürlichkeit miteinander zu verbinden.

Darüber hinaus wird das Gerät als halogenfrei ausgewiesen. Damit setzt van den Hul seine Material- und Konstruktionsphilosophie auch bei der Elektronik fort.

Klangliche Zielsetzung

Der The Excalibur soll sich klanglich möglichst wenig in den Vordergrund stellen. Seine Aufgabe besteht darin, das Signal des Vorverstärkers kraftvoll, präzise und unverfälscht an den Lautsprecher weiterzugeben.

Zu den klanglichen Entwicklungszielen gehören:

  • natürliche und neutrale Tonalität
  • präzise räumliche Abbildung
  • stabile Platzierung von Stimmen und Instrumenten
  • hohe Auflösung ohne künstliche Schärfe
  • schnelle und kontrollierte Transienten
  • kraftvolle Basswiedergabe
  • natürliche Dynamik
  • hohe Transparenz
  • musikalische Geschlossenheit
  • entspannte Langzeittauglichkeit

Die tatsächliche Wiedergabe hängt außerdem vom verwendeten Vorverstärker, den Lautsprechern, der Raumakustik und der Verkabelung ab.

Besondere Merkmale

  • kompromissloser Mono-Endverstärker
  • mindestens 100 Watt an 8 Ohm
  • 130 Watt an 4 Ohm
  • vollständig gleichstromgekoppelte Schaltung
  • Eingangsbandbreite bis 380 kHz
  • interne Verstärkerbandbreite von mehr als 10 MHz
  • Klirrfaktor unter 0,1 Prozent bei 50 Watt an 8 Ohm
  • verbleibender Klirr überwiegend zweite Harmonische
  • symmetrischer XLR-Eingang
  • unsymmetrischer Cinch-Eingang
  • zusätzlicher XLR-Link-Ausgang
  • vorbereitet für Bi-Amping und Daisy-Chaining
  • permanente Temperaturüberwachung
  • zwei besonders leise geregelte Lüfter
  • Kurzschluss- und Gleichspannungsschutz
  • massives, bedämpftes Gehäuse
  • ungefähr 26 kg Gewicht pro Monoblock
  • True Transmission Technology
  • Hybrid-Design
  • halogenfreie Ausführung
  • verschiedene Gehäusevarianten
  • Sonderfarbe Ferrari-Rot auf Anfrage

Technische Daten

Merkmal Ausführung
Produkttyp Mono-Endverstärker
Benötigte Geräte für Stereo Zwei
Ausgangsleistung an 8 Ohm Mindestens 100 Watt
Begrenzungsgrenze an 8 Ohm 112 Watt
Ausgangsleistung an 4 Ohm 130 Watt
Begrenzungsgrenze an 4 Ohm Mehr als 150 Watt
Schaltungsprinzip Vollständig gleichstromgekoppelt
Eingangsbandbreite Bis 380 kHz begrenzt
Interne Bandbreite ohne Eingangsbegrenzung Mehr als 10 MHz
Klirrfaktor Unter 0,1 % bei 1 kHz und 50 W an 8 Ohm
Klirrstruktur Im Wesentlichen zweite Harmonische
Symmetrischer Eingang XLR
Eingangsimpedanz XLR 33 kOhm
Unsymmetrischer Eingang Cinch
Eingangsimpedanz Cinch 26 kOhm
Link-Ausgang XLR für Bi-Amping beziehungsweise Daisy-Chaining
Kühlung Aktiv geregelt über zwei geräuscharme Lüfter
Temperaturüberwachung Permanent
Schutzfunktionen Kurzschluss-, Gleichspannungs- und Übertemperaturschutz
Netzspannung Wahlweise 120 oder 230 V
Gewicht Ca. 26 kg pro Monoblock
Gehäuse Massiv, bedämpft und mechanisch entkoppelt
Standardausführungen Creme/Dunkelrot oder Schwarz/Hellholz
Sonderausführung Ferrari-Rot auf Anfrage
Hersteller van den Hul, Niederlande

Hinweise zur Aufstellung

Aufgrund des Gewichts von ungefähr 26 Kilogramm benötigt jeder Monoblock eine stabile und ausreichend belastbare Stellfläche.

Für eine sichere Kühlung sollten:

  • die Lüftungsöffnungen vollständig frei bleiben
  • keine weiteren Geräte direkt auf der Endstufe stehen
  • seitlich und oberhalb ausreichend Freiraum vorhanden sein
  • starke Wärmequellen vermieden werden
  • die beiden Lüfter regelmäßig auf freie Luftzufuhr kontrolliert werden

Signal- und Lautsprecherkabel dürfen ausschließlich bei ausgeschaltetem Gerät angeschlossen oder gewechselt werden.

Vor der Bestellung muss die passende Netzspannung – 120 oder 230 Volt – festgelegt werden.

Stereo- und Bi-Amping-Konfigurationen

Stereobetrieb

Für eine klassische Stereoanlage werden zwei The Excalibur benötigt:

  • ein Monoblock für den linken Kanal
  • ein Monoblock für den rechten Kanal

Bi-Amping

Für echtes Stereo-Bi-Amping werden in der Regel vier Monoblöcke eingesetzt:

  • zwei Endstufen für den linken Lautsprecher
  • zwei Endstufen für den rechten Lautsprecher

Über die XLR-Link-Verbindungen kann das jeweilige Kanalsignal an den zweiten Monoblock weitergeleitet werden. Die Lautsprecher müssen für getrennte Ansteuerung der Frequenzbereiche vorbereitet sein.

Fazit

Der van den Hul The Excalibur ist ein außergewöhnlich breitbandiger und konsequent aufgebauter Mono-Endverstärker. Seine vollständig gleichstromgekoppelte Schaltung, die hohe interne Bandbreite und das präzise Phasenverhalten sind auf eine neutrale, räumlich stabile und dynamisch freie Musikwiedergabe ausgerichtet.

Mit mindestens 100 Watt an 8 Ohm, 130 Watt an 4 Ohm und umfangreichen Schutzfunktionen verbindet der The Excalibur audiophilen Anspruch mit hoher Betriebssicherheit. Die symmetrischen und unsymmetrischen Eingänge sowie der zusätzliche XLR-Link machen ihn außerdem flexibel für klassische Stereo- und anspruchsvolle Bi-Amping-Systeme.

In Verbindung mit dem The Emerald Vorverstärker und einer hochwertigen Quelle bildet ein Paar The Excalibur eine vollständig aufeinander abgestimmte van-den-Hul-Verstärkerkombination.

Beratung und Vertrieb in Deutschland erfolgen über die B&T HiFi Vertrieb GmbH und den autorisierten Fachhandel.

Zusätzliche Informationen

Chassikonstruktion

Bedämpftes und entkoppelte Gehäuse

Ausführung

Silber oder schwarz eloxiertes Aluminium,
Seitenteile in Echtholz

Lieferumfang

Netzkabel Mainstream

Netzanschluss

AC 230V/50Hz

Testberichte The Emerald Hifi Statement

Testberichte The Emerald Hifi Statement

Schlichter geht es nicht: Weder Tasten noch Drehknöpfe am Vorverstärker, an den Endstufen-Monos nur ein Standby-Schalter. Das alles in einem warmen Weißton gehalten, als Schmuck lediglich ein paar Seitenwangen aus handschmeichlerischen Holz. Bei seiner Verstärkerkombination setzt van den Hul ebenso auf Understatement wie bei seiner Weltklasse-Phonostufe The Grail.Eigentlich hätte ich mich ja schon längst daran gewöhnt haben müssen, dass eine Vorstufe heutzutage nicht mehr so aussieht wie etwa die ungemein sympathische EAR 912 mit ihren neun Schaltern, einem Potentiometer und zwei analogen Pegelanzeigen auf der Frontplatte. Da ich mich deren nostalgischen Charmes – und erdverbundenen Klanges – jedoch nun schon eine Weile erfreue, wirken moderne Konzepte wie beispielsweise das der Viola Crescendo mit ihrer iPod touch Fernbedienung für mich immer noch ein wenig fremd. Als ich beim Aufbau von van den Huls The Emerald schlicht vergessen hatte, das ausgelagerte Netzteil mit dem Netz zu verbinden und sich die Vorstufe daher einfach nicht einschalten lassen wollte, widmete ich mich erst einmal der Fernbedienung, um die Spannung der Batterie zu überprüfen. Das Gehäuse ist zwar schon fast ein wenig zu groß, um wirklich handlich zu sein, kann aber als pars pro toto für den Qualitätsanspruch von van den Hul gelten: Die obere Schale wurde aus dem Vollen herausgearbeitet und der Boden ist mit acht Schrauben befestigt. Hier hat man jedenfalls nicht gespart. Da die Batterie noch genügend Energie besaß, habe ich genauer hingeschaut, das Netzkabel eingesteckt und die Vorstufe dann doch in Betrieb nehmen können. Der „On/Off“-Druckknopf auf der Fernbedienung ist strenggenommen ein Standby-Schalter, da sich am Netzteilgehäuse der Hauptschalter befindet.

Auch bei den Gehäusen der Vor- und Endstufen setzt van den Hul auf Solidität: Sie werden aus sechs respektive zehn Millimeter starken Stahlplatten aufgebaut, die der magnetischen Abschirmung dienen sollen. Sie bewirken aber auch, dass selbst die Vorstufe knapp 20 Kilogramm auf die Waage bringt. Bei dem identisch aufgebauten aufgebauten Gehäuse der Phonostufe wirkte die schiere Masse auch Mikrofonie-Effekten entgegen. Die spielten aber bei den Signalspannungen in der Line-Vorstufe so gut wie keine Rolle mehr, erklärte Jürgen Ultee, der Entwickler der van-den.Hul-Elektronik, während eines Telefongesprächs.

Wie beim Grail kämen auch bei The Emarald Hochfrequenz-geeignete Platinen mit vergoldete Leiterbahnen, auf 0,1 Prozent selektierte Bauteile und das „Accumulator Simulation Power Supply“ zum Einsatz, das die Vorteile eines Akkus mit denen einer Netzversorgung kombiniere. Die Versorgungsspannung liege bei 36 Volt. Obwohl die vollsymmetrische Vorstufe mit ihrer kaskadierten Eingangsschaltung, die abermals einen doppelten Bauteileaufwand erfordere, ohne Gegenkopplung arbeite, besitze sie dennoch einen sehr geringen Klirrfaktor. Die MosFet-Ausgangsstufe erlaube es auch, längere Kabelstrecken verlustfrei zu treiben. Weder bei der Eingangswahl noch bei der Lautstärkeregelung kämen elektronische Schalter zum Einsatz. Relais arbeiteten einfach verlustfreier. Ein Vielzahl von diesen erlaubten in Kombination mit selektierten Widerständen sowohl eine sehr feine Pegeleinstellung in 128 Stufen von je 0,75 Dezibel als auch eine Balance-Regelung.

Auch bei den Gehäusen der Vor- und Endstufen setzt van den Hul auf Solidität: Sie werden aus sechs respektive zehn Millimeter starken Stahlplatten aufgebaut, die der magnetischen Abschirmung dienen sollen. Sie bewirken aber auch, dass selbst die Vorstufe knapp 20 Kilogramm auf die Waage bringt. Bei dem identisch aufgebauten aufgebauten Gehäuse der Phonostufe wirkte die schiere Masse auch Mikrofonie-Effekten entgegen. Die spielten aber bei den Signalspannungen in der Line-Vorstufe so gut wie keine Rolle mehr, erklärte Jürgen Ultee, der Entwickler der van-den.Hul-Elektronik, während eines Telefongesprächs.

Die LCD-Anzeige informiert über den gewählten Eingang, die Lautstärke, die Balance und die Aktivierung des Mutings. Die Einstellungen lassen sich allein über die oben beschriebene Fernbedienung vornehmen. Anders als bei der Phonostufe bestimmt die Art des Eingangs – symmetrisch oder unsymmetrisch – nicht die Art des Ausgangs, den intern arbeitet die Vorstufe vollsymmetrisch. Das tut auch die Eingangsstufe der Endverstärker, die als reine Stromverstärker ausgelegt sind. Man müsse die aktiven Bauelement artgerecht verwenden, und ein Transistor verstärke eben Strom, merkt Jürgen Ultee an. Am Eingang des Excalibur verwende er eine Diamant-Verstärkerstufe oder Satri-Schaltung und lediglich die letzte Stufe, die mit MosFets arbeite, sei nicht symmetrisch, sondern massebezogen. Der Verstärker werde sozusagen von außen überwacht, die Schutzschaltungen gegen Kurzschluss und Gleichstrom am Eingang lägen nicht im Signalweg. Am Eingang werde das Signal auf 380 Kilohertz begrenzt, intern sei der Verstärker bis 10 Megahertz linear, damit Signale von 10 Hertz bis 100 Kilohertz mit derselben Geschwindigkeit verarbeitet würden, so dass die Phasenbeziehungen erhalten blieben. Ein hoher Selektionsgrad bei den Transistoren ermögliche niedrige Verzerrungen trotz sehr geringer Gegenkopplung.Ich hatte The Emerald und Excalibur mehrere Wochen voller Genuss an den LumenWhite gehört, denn eine kurze Gegenüberstellung mit bekannten Komponenten mit ein paar Testscheiben kann meiner Erfahrung nach zu recht trügerischen Resultaten führen. Was beim direkten Vergleich kurzzeitig begeistert, kann auf Dauer langweilen oder nerven. Im Langzeitbetrieb konnten die van den Huls jedenfalls schon überzeugen: Sie gaben sich recht relativ unauffällig, agierten in sich stimmig und sorgen auch für die nötige Spannung. Die Vergleiche mit der EAR und den Ayon Monos dienen abschließend der genaueren Einstufung der Leistungen in den bekannten Hifi-Kriterien. Und diese Gegenüberstellung mache ich aus ganz pragmatischen Gründen statt an der LumenWhite an den Maestro GSE der amerikanischen Lautsprechermanufaktur Audiomachina, die zwar die Chassis von renommierten Herstellern bezieht, die aus dem Vollen gearbeiteten Aluminium-Gehäuse aber selbst fertigt. Die optisch so zierlichen Schallwandler hatte ich am Wochenende mit Volker Bohlmeier, dem Chef des deutschen Vertriebs, aufgebaut und wollte nun die jeweils knapp zwei Zentner schweren Monolithen nicht mehr aus dem Hörraum schaffen. Die Maestro glänzen mit einem straffen, aber dennoch etwas fülligeren Oberbass als die Lumen.Beim Köln Concert entwirft The Emerald ein minimal klareres und offeneres Klangbild, bei dem Details ein wenig mehr in den Fokus gerückt werden. Die Dynamik der Anschläge kommt hier ebenso differenziert und fein rüber wie beim EAR 912, der die subjektive empfundene Temperatur im Saal allerdings um zwei, drei paar Grad erhöht. Wenn es um den musikalischen Fluss geht, nehmen sich die vollsymmetrische Transistor- und die an Ein- und Ausgängen mit Trafos versehene Röhrenschaltung allerdings nichts. Malcolm Arnolds English Dances in der Lyrita-Einspielung verlangt den Verstärkern ein Fülle von Klangfarben, eine weitläufige Raumdarstellung und gute Leistungen in puncto Grobdynamik ab. Doch bevor EAR und vdH hier gegeneinander antreten genießt letzterer noch ein wenig Zuwendung. Denn der Vergleich wäre in soweit etwas unfair, als dass die EAR auf einer bFly Audio BaseTwo Pro steht und auch an der ein oder anderen Stelle noch ein wenig getunt wurde. Daher bekommt The Emerald erst einmal einen Satz bFly Master 1 spendiert, der für eine etwas größere Abbildung sorgt. Nordosts Pulsar Points aus Titan sorgen allerdings noch zusätzlich für etwas mehr Raumtiefe und ein bisschen zusätzliche Spielfreude und bleiben deshalb während des Tests unter dem Emerald.Und so sind es auch die gerade genannten Disziplinen, ein denen The Emerald einen Hauch Überlegenheit demonstriert. Dass der EAR 912 im Tieftonbereich ein wenig fülliger agiert, lässt ihn eine Spur langsamer erscheinen, sorgt aber auch für wärmere, sattere Farben. Ohne hier liebgewonnene Clichés reproduzieren zu wollen: Der van den Hul verwöhnt mit etwas mehr Raum, Auflösung und Schnelligkeit, der EAR mit Wärme und Wucht. Allerdings sind die unterschiedlichen Charakteristiken nur sehr leicht ausgeprägt, die Vorstufen klingen nicht so verschieden, wie die Beschreibung oben vermuten lassen könnte. Beide agieren auf einem recht ähnlichen, sehr hohen Niveau, sprechen aber Musik- und High-End-Fans mit leicht unterschiedlichen Vorlieben an.Die LumenWhite sind den vorgeschalteten Verstärkern für jedes bisschen Unterstützung im obren Bassbereich dankbar. Da bildeten die Ayons und die EAR ein nahezu ideales Team. Dass sie hervorragend zusammenpassen, wird aber auch an den Audiomachina noch einmal kurz deutlich, als ich von den vdH-Endstufen auf die Röhrenmonos umstecke, ohne daran zu denken, dass diese statt mit The Emerald noch mit der EAR 912 verbunden waren. Die Röhren-Vor- und Endstufen-Kombination bezaubert mit einer sehr luftigen, breiten und tiefen Raumillusion, wirken mit ihrem satten Bass an der Maestro GSE aber eine Spur behäbig – eine Tendenz, die beim Vergleich der beiden Vorstufen in Kombination mit den Excalibur ja auch schon aufblitzte.Wenn The Emerald wieder die Vorverstärkung übernimmt, gewinnt die Wiedergabe an Geschwindigkeit, aber auch noch einmal minimal an Offenheit. Es ist also die EAR 912, deren an der LumenWhite hochwillkommener Schuss Euphonie im Zusammenspiel mit der Audiomachina ein wenig Drive kostet. In dieser Konstellation führt der ehrlichere, offene Charakter der Emerald zu einem besseren Endergebnis. Der Wechsel von den Ayon zu den Excalibur macht klar, dass sich die beiden nichts schenken, wenn es um Schnelligkeit und Rhythmus geht. Die Röhren-Monos betören zwar mit einem etwas schmeichlerischen Bass, van den Huls Transistor-Amps können einen aber mit der besseren Durchzeichnung und einem noch ein Stückchen weiter ausgedehnten Raum für sich einnehmen. Auch das ein oder andere zusätzliche, ganz selbstverständlich in den musikalischen Fluss integrierte Detail unterstreicht die Klasse der so unpretentiös auftretenden Excalibur-Amps.

STATEMENT

The Emerald und die beiden Excaliburs fühlen sich dem Begriff High Fidelity im besten Sinne des Wortes verpflichtet: Sie dienen der Musik und hüten sich, ihr ihren eigenen Stempel aufzudrücken. Das macht sie klanglich fast ebenso unauffällig, wie dies optisch ihre funktionalen Gehäuse tun. Auf welch hohem Niveau die van den Huls wirklich spielen, erschließt sich erst bei längerem Hörgenuss oder im direkten Vergleich. Nehmen Sie sich die Zeit, und die wahre Klasse von The Emerald und den Excaliburs zu erleben. Sie haben es verdient.

Preisliste | Prospekte | Testberichte | Manuals

Preisliste van den Hul

Herunterladen

Bedienungsanleitung Grail ENG

Herunterladen

Händlersuche

Skip map, jump to search results

      Haben Sie Fragen?

      bt hifi vertrieb

      Außergewöhnliche Produkte erkennt man nicht immer auf den ersten Blick, erst die Zeit zeigt alle seine Qualitäten.

      Vertrieb von Hifi Komponenten namhafter Hersteller seit 2002. Motiviert, einen optimalen Vertriebsservice anzubieten.

      Newsletter

      Informationen