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The Valley Hybrid 3t

Lebendig, angenehm, top Allrounder mit 3 Technik

Beschreibung

Der Einstieg in van den Huls 3T-Technologie

Das van den Hul 3T The VALLEY Hybrid ist das Einstiegsmodell unter den symmetrisch aufgebauten NF-Kabeln mit der exklusiven 3T-Leitertechnologie. Es verbindet zwei identisch konstruierte 3T-Innenleiter mit einer zusätzlichen LSC-Beschichtung und einer aufwendigen dreilagigen Abschirmung.

The VALLEY Hybrid ist wahlweise als unsymmetrisches Cinchkabel oder als symmetrisches XLR-Kabel erhältlich. Dank seiner ausgewogenen Konstruktion eignet es sich als vielseitige Verbindung zwischen hochwertigen analogen und digitalen Quellgeräten, Vorverstärkern, Vollverstärkern und Endstufen.

Zwei identisch aufgebaute 3T-Innenleiter

Das Kabel besitzt zwei voneinander getrennte Innenleiter. Jeder dieser Leiter besteht aus:

  • 21 feinen 3T-Einzeldrähten
  • jeweils 0,15 mm Einzeldrahtdurchmesser
  • einer zusätzlichen Umhüllung aus Linear Structured Carbon – LSC

Die beiden Innenleiter besitzen identische Übertragungseigenschaften. In der symmetrischen XLR-Ausführung übernehmen sie die positive und negative Signalführung.

Bei der unsymmetrischen Cinchversion wird ein Leiter für das Musiksignal und der zweite als separate Rückleitung verwendet. Die Abschirmung muss somit nicht als Signalrückleiter dienen und kann ausschließlich ihre eigentliche Aufgabe übernehmen: den Schutz des Audiosignals vor äußeren Störeinflüssen.

3T – True Transmission Technology

3T steht für „True Transmission Technology“ und bezeichnet eine von van den Hul entwickelte Leitertechnologie. Die genaue Zusammensetzung des verwendeten Leitermaterials bleibt ein Betriebsgeheimnis des Herstellers.

Nach Angaben von van den Hul besitzt das 3T-Material eine besonders stabile, weitgehend amorphe Struktur mit nur wenigen inneren Materialgrenzen. Dadurch sollen sogenannte Cross-Crystal-Verzerrungen reduziert und selbst sehr kleine Signalinformationen präzise übertragen werden.

Als weitere Eigenschaften nennt der Hersteller:

  • hohe Widerstandsfähigkeit gegen Materialermüdung
  • keine Oberflächen- oder Innenoxidation
  • hohe mechanische Flexibilität
  • geringe chemische und mechanische Alterung
  • langfristig stabile Übertragungseigenschaften
  • hohe Auflösung auch bei sehr kleinen Signalpegeln

Diese Eigenschaften machen die 3T-Technologie besonders interessant für empfindliche analoge Audiosignale.

LSC-Technologie für eine kontrollierte Signalübertragung

Jeder der beiden 3T-Innenleiter ist zusätzlich mit einer Schicht aus Linear Structured Carbon – kurz LSC – umgeben.

Dieses speziell strukturierte Kohlenstoffmaterial ist ein charakteristischer Bestandteil vieler van-den-Hul-Kabel. Laut Hersteller soll die LSC-Schicht kleinste unerwünschte Signalanteile bedämpfen und zu einer besseren Auflösung sowie einer stabileren räumlichen Wiedergabe beitragen.

Die Kombination aus metallischen 3T-Leitern und kohlenstoffbasiertem LSC-Material erklärt die Bezeichnung „Hybrid“.

Dreilagige Abschirmung

The VALLEY Hybrid verfügt über eine dreifache Abschirmung. Diese besteht aus:

  • zwei Lagen kräftiger, versilberter Kupferdrähte
  • einer zusätzlichen Schicht aus Linear Structured Carbon

Die beiden metallischen Abschirmlagen schützen das Musiksignal vor elektromagnetischen und hochfrequenten Einstreuungen. Die zusätzliche LSC-Schicht dient der weiteren Bedämpfung unerwünschter Störanteile.

Da die Abschirmung bei der Cinchausführung nicht als Signalrückleiter verwendet wird, kann sie sich vollständig auf ihre Schutzfunktion konzentrieren. Dies ist gegenüber vielen konventionell aufgebauten unsymmetrischen NF-Kabeln ein konstruktiver Vorteil.

Cinch- oder XLR-Ausführung

Das van den Hul 3T The VALLEY Hybrid ist in zwei Anschlussvarianten erhältlich.

Cinch/RCA

Die unsymmetrische Ausführung wird mit rhodinierten van-den-Hul-C-7.3-Cinchsteckern konfektioniert.

Sie eignet sich beispielsweise für Verbindungen zwischen:

  • CD- oder SACD-Player und Verstärker
  • Netzwerkplayer und Vollverstärker
  • D/A-Wandler und Vorverstärker
  • Phono-Vorverstärker und Verstärker
  • Vorverstärker und Endstufe

XLR

Die symmetrische Ausführung ist mit versilberten Neutrik-XLR-Steckverbindern ausgestattet.

Sie empfiehlt sich für Geräte mit symmetrischen Ein- und Ausgängen sowie für längere Signalwege. Ob die XLR- oder Cinchausführung im jeweiligen System die bessere Wahl ist, hängt von der internen Schaltung der angeschlossenen Geräte ab.

Halogenfreier HULLIFLEX-Mantel

Der hellgelbe Außenmantel besteht aus van den Huls halogenfreiem HULLIFLEX-Material. Dieses schützt den inneren Kabelaufbau vor mechanischen Belastungen und trägt zu einer langen Lebensdauer bei.

Mit einem Außendurchmesser von 7,3 mm bleibt das Kabel flexibel und lässt sich auch hinter dicht bestückten HiFi-Racks gut verlegen. Die Kombination aus einem robusten Mantel und der flexiblen Leiterkonstruktion erleichtert eine spannungsfreie Verbindung der angeschlossenen Komponenten.

Klangliche Ausrichtung

Van den Hul beschreibt The VALLEY Hybrid als hochauflösendes und räumlich differenziert spielendes Verbindungskabel. In einer sorgfältig abgestimmten Anlage kann es zu einer transparenten, dynamischen und musikalisch geschlossenen Wiedergabe beitragen.

Die klangliche Ausrichtung lässt sich als lebendig, angenehm und ausgewogen beschreiben. Feine Details sollen klar nachvollziehbar bleiben, ohne einzelne Frequenzbereiche künstlich in den Vordergrund zu stellen.

Wie deutlich sich ein Kabelwechsel bemerkbar macht, hängt grundsätzlich von der gesamten Anlage, der Kabellänge, den Ein- und Ausgangsschaltungen sowie der Qualität der verwendeten Anschlüsse ab.

The VALLEY Hybrid oder The ROCK Hybrid?

The VALLEY Hybrid bildet den Einstieg in die symmetrisch aufgebauten 3T-NF-Kabel von van den Hul. Das darüber positionierte The ROCK Hybrid besitzt einen aufwendigeren und kräftigeren Leiteraufbau.

Merkmal 3T The VALLEY Hybrid 3T The ROCK Hybrid
Positionierung 3T-Einstiegsmodell 3T-Mittelklasse
Innenleiter Zwei identische Leiter Zwei identische Leiter
Aufbau je Leiter 21 × 0,15 mm 1 × 0,40 mm plus 11 × 0,15 mm
LSC-Beschichtung Ja Ja
Abschirmung Dreifach Dreifach
Außendurchmesser 7,3 mm 8,0 mm
Mantelfarbe Hellgelb Gelb
Anschlüsse Cinch oder XLR Cinch oder XLR

The VALLEY Hybrid ist die ideale Wahl für den Einstieg in die 3T-Technologie und bietet bereits die wesentlichen konstruktiven Merkmale der höher positionierten Modelle.

The ROCK Hybrid empfiehlt sich, wenn ein nochmals aufwendigerer Leiteraufbau und die nächste Ausbaustufe innerhalb der 3T-Serie gewünscht werden.

Vielseitige Einsatzmöglichkeiten

The VALLEY Hybrid eignet sich für zahlreiche analoge Audioverbindungen:

  • CD- und SACD-Player
  • D/A-Wandler
  • Netzwerk- und Musikstreamer
  • Phono-Vorverstärker
  • Vor- und Vollverstärker
  • Endstufen
  • hochwertige Studiogeräte
  • Geräte mit symmetrischen XLR-Anschlüssen

Nach Herstellerangaben kann The VALLEY Hybrid außerdem als hochwertiges Musikinstrumentenkabel eingesetzt werden.

Technische Daten

Merkmal Ausführung
Kabeltyp Analoges NF-Verbindungskabel
Grundkonstruktion Zwei Innenleiter, dreifach abgeschirmt
Übertragungsart Unsymmetrisch oder symmetrisch
Anzahl der Innenleiter Zwei
Leiteraufbau Je Innenleiter 21 × 0,15 mm
Leitermaterial Van den Hul 3T
Leiterbeschichtung Linear Structured Carbon – LSC
Abschirmung Dreilagig
Metallische Abschirmung Zwei Lagen aus versilberten Kupferdrähten
Kohlenstoffabschirmung Eine Lage Linear Structured Carbon
Außendurchmesser 7,3 mm
Prüfspannung Mindestens 300 V RMS
Außenmantel Halogenfreies HULLIFLEX
Farbe Hellgelb
Cinchstecker Van den Hul C-7.3, rhodiniert
XLR-Stecker Neutrik mit versilberten Kontakten
Standardlängen 0,8 m, 1,0 m, 1,2 m und 1,5 m
Sonderlängen Auf Anfrage
Verkaufseinheit Stereo-Paar
Produktklasse 3T-Einstiegsmodell
Einsatzbereich Analoge HiFi-, High-End- und Studioverbindungen

Hinweise zur Verlegung

Trotz der wirkungsvollen Abschirmung sollte das Kabel nach Möglichkeit nicht über längere Strecken unmittelbar parallel zu Netzleitungen verlegt werden. Müssen sich Netz- und Signalkabel kreuzen, empfiehlt sich eine möglichst rechtwinklige Kreuzung.

Starke Knicke, enge Biegeradien und dauerhafte Zugbelastungen an den Steckern sollten vermieden werden. Die Stecker sollten immer am Steckergehäuse und nicht durch Ziehen am Kabel gelöst werden.

Bei der XLR-Version ist außerdem auf die Anschlussbelegung der verwendeten Geräte zu achten.

Fazit

Das van den Hul 3T The VALLEY Hybrid ermöglicht einen attraktiven Einstieg in die exklusive 3T-Technologie. Zwei identisch aufgebaute Innenleiter, eine zusätzliche LSC-Beschichtung und die dreilagige Abschirmung sorgen für eine technisch anspruchsvolle und vielseitig einsetzbare Konstruktion.

Der flexible, halogenfreie HULLIFLEX-Mantel und der moderate Kabeldurchmesser erleichtern die Verlegung. Mit Cinch- oder XLR-Anschlüssen eignet sich The VALLEY Hybrid für zahlreiche hochwertige Audioverbindungen.

Eine ausgezeichnete Wahl für Musikliebhaber, die Wert auf Transparenz, räumliche Darstellung, störungsarme Signalübertragung und langfristig stabile Materialeigenschaften legen.

Zusätzliche Informationen

Verfügbare Standardlängen

0,8 m
1,0 m
1,2 m
1,5 m

Sonderlängen möglich

JA

Stecker

RCA Rhodioum beschichtet C7,3
Neutrick XLR 6,3 mm Silberbeschichtete Kontakte

Farbe

hell Gelb

Durchmesser B/D

7,3

Hulliflex

Ja

Leiter

3T + HYBRID screen: Linear Structured Carbon ® saturated layer + 2 layer screens of silver plated copper

Besonderheiten

Symmetrisch und Asymmetrisch

Einspielzeit

150 Stunden

Produktfamilie

Symmetrische und Asymmetrische Audio Verbindungen,

Lieferumfang

Verpackung, Prospekt

Klangbeschreibung

Offen, lebendig, Klangfarben-stark

Testbericht The Valley 3T STEREO

Testbericht The Valley 3T STEREO

Na klar, Analog-Fans denken beim Namen von Analog-Urgestein Aalt Jouk van den Hul, der einst den nach ihm benannten scharfen Nadelschliff erfand, zuerst an diesen respektive seine hochwertigen MC-Tonabnehmer. Doch seit exakt 40 Jahren entwickelt der Niederländer auch Kabel. Inzwischen bietet sein Unternehmen hier ein so umfangreiches wie eigenständiges Programm, das an Modellen und Umsatz die Abtastsparte weit übersteigt.

Für seien elaborierte „3t“-Linie, deren günstiger Vertreter das angenehm flexible The Valley ist, konstatiert van den Hul außergewöhnliche Eigenschaften. So setzt die True Transmission Technologie für die Leiter auf eine Legierung, die aus fünf geheimen Materialien besteht. Jeweils 21 Litzen des Materials bilden die beiden Signalstränge, die individuell in eine Lage Carbonfolie gehüllt sind, die praktisch keinerlei Energie absorbieren und so die Leistungseigenschaften optimieren soll. Darauf folgt nach außen hin das Dielektrikum sowie ein doppelter Schirm aus versilbertem Kupfergeflecht. Die hellgelbe „Hulliflex“- Ummantelung kommt ohne sich allmählich verflüchtigende Weichmacher aus, was unter allen Umstanden konstante Eigenschaften gewährleisten soll. Insgesamt reklamieren die Niederländer für Ihre 3T-Kabel weitgehende Unempfindlichkeit gegenüber chemischer (Oxidation) wie mechanischer Alterung – sowie natürlich besten Klang.

Tatsächlich sprudelt die Musik aus den rhodinierten Chinch-Steckern vollkommen flüssig, frei und behände, war dabei präsent, aber kein bisschen überzogen, sondern durchhörbar und balancierte diesen luziden Obertonbereich mit einem ebenso fülligen wie knorrigen Bass. Insgesamt ergab sich der Eindruck eines beton offenen, atmenden und bestens organisierten Klangbildes, dem man den in ihm steckenden Aufwand anhört. Angesichts der großen und zugleich beim Vorne-Hinten-Relief wie dem Fokus einwandfreien Abbildungen erfrischte The Valley nicht nur durch seine ungebremste Agilität, sondern überzeugte auch bei sämtlichen anderen audiophilen Parametern.

Matthias Böde

Testbericht des Valley 3t bei HIFI STATEMENT

Testbericht des Valley 3t bei HIFI STATEMENT

Van den Hul gehört zu den Dinosauriern der HiFi-Szene. Damit meine ich natürlich nicht Herrn van den Hul selbst, sondern die Marke als solche. Dementsprechend groß ist der Erfahrungsschatz, der auch einige ungewöhnliche Konzepte wie Leiter aus Kohlenstoff hervorgebracht hat.

Die Auswahl an Kabeln im Programm ist entsprechend groß. Die Vielzahl an Technologien gleichermaßen. Mit Kohlenstoffleitern habe ich es in diesem Test nicht zu tun, eine Kohlenstoffisolierung hingegen erwartet mich bei einem meiner Testprodukte und gesellt sich zu einer Reihe an Besonderheiten im Kabelaufbau der van den Huls. Für die Klangqualität sind nicht nur die Qualität und der Herstellungsprozess der Leiter wichtig, sondern auch ihr Material. Bei van den Hul kommt oft kein reines Kupfer zum Einsatz, sondern speziell entwickelte Legierungen oder eben – wie bereits erwähnt – Kohlenstoff. Die Haltbarkeit der Leiter spielt ebenfalls eine große Rolle, weshalb alle van-den-Hul-Metallleiter silberbeschichtet sind. Auch die Wechselwirkungen der Leiter mit der Isolierung sind nicht unwichtig. Deshalb und auch aus dem Umweltaspekt setzt van den Hul ausschließlich halogenfreies Isolationsmaterial und kein PVC ein.

Bei Kabeltests beschäftige ich mich gerne mit verschiedenen Kabeltypen eines Herstellers. So kann ich nicht nur verschiedenste Konstellationen testen, sondern erfahre auch, wie verschiedene Kabel herstellerintern miteinander harmonieren. Wird die Kette ausschließlich mit Kabeln eines Herstellers verbunden, führt dies oft zu besonders homogenen Ergebnissen. Vor allem wenn sich die Kabelentwicklung wie bei van den Hul auf eine bestimmte Philosophie stützt und nicht nur drauflos produziert wird und das, was spannend klingt, auf den Markt geworfen wird. Allerdings gibt es durchaus auch Gegenbeispiele. Mitunter fällt ein Kabel innerhalb einer Produktreihe aus dem Rahmen und bringt die gesamte Kette aus der Ruhe oder kann qualitativ überhaupt nicht an andere Kabeltypen aus derselben Reihe anknüpfen.

Die Kabel für meinen Test habe ich gemeinsam mit Stefan Becker, Geschäftsführer der B&T Hifi Vertrieb GmbH, grob nach ihrer Preiskategorie ausgewählt, damit sie in das Preisgefüge meiner Anlage passen. Außerdem war mir wichtig, dass ich selbst bereit wäre, diese Summe für das jeweilige Kabel auszugeben. Da es einige Zeit gedauert hat, bis die Kabel aus dem Redaktionshauptsitz und dem Fotostudio bei mir eingetroffen waren und mein Zahlengedächtnis leider nicht besonders gut ist, hatte ich die genauen Preise zum Testzeitpunkt schon wieder vergessen. Angenehm, denn so bin ich in dieser Hinsicht unvoreingenommen.

Für die vollständige van-den Hul-Verkabelung bestelle ich ein USB-Kabel, um meinen Server mit meinem Reclocker zu verbinden. Die Wahl fällt in diesem Fall nicht schwer, denn es gibt nur ein einziges USB-Kabel im Programm: das rote USB Ultimate. Für die Verbindung vom Reclocker zum DAC bestelle ich sowohl ein goldenes S/PDIF-Kabel namens Digicoupler als auch ein rotes AES/EBU-Kabel. So kann ich beide Übertragungswege miteinander vergleichen. Vom DAC zur Endstufe sehe ich das gelbe The Valley 3T Cinch-Kabel vor. Es verfügt über die 3T-Leiter-Legierung, welche nicht nur besonders gute klangliche Ergebnisse liefern, sondern auch haltbarer als reines Kupfer sein soll. Zusätzlich wird jedes Leiterpaket mit einer Ebene Linear Structured Carbon getauften Kohlenstoffgefüge versehen. The Valley ist das günstigste Kabel in der 3T Interconnect Reihe mit symmetrischem Aufbau und macht somit bei unsymmetrischer Nutzung als Cinch-Kabel eine pseudo-differentielle Belegung möglich. Viele Cinch-Kabel verfügen über nur einen Leiter, über den das Signal übertragen wird, während die Masseverbindung über den Schirm des Kabels hergestellt wird. Das The Valley verfügt über jeweils einen eigenen identischen Leiter für das Signal und die Masse. Der Schirm dient ausschließlich zum Abfangen von Störsignalen und ist deshalb nur an einer Seite des Kabels auf die Masse des Cinch-Steckers aufgelegt. Diese Seite ist dementsprechend gekennzeichnet und sollte sich in der Regel am Quellgerät befinden. Auf den Kabelschirm einwirkende Störungen können dann über die Erdung des Quellgeräts abgeleitet werden und erreichen das Endgerät nicht. Der Kabelaufbau ist mit seiner dreifachen Schirmung außergewöhnlich aufwendig. Für die Verbindung zwischen Endstufe und Lautsprechern wähle ich das The Inspiration Hybrid. Es ist mit Schraubanschlüssen konfektioniert und kann daher sowohl mit Bananensteckern als auch Kabelschuhen verwendet werden. Auch dieses Kabel setzt auf eine Speziallegierung, die neben Kupfer noch Zink und Silber enthält, sie unterscheidet sich jedoch von der 3T-Legierung, die aus insgesamt fünf verschiedenen Metallen besteht, ist jedoch auch preiswerter. Der Innenaufbau des The Inspiration Hybrid besteht aus vier um eine mittig liegende Masseleitung platzierte Leiter. Als Standardlautsprecherkabel werden jeweils zwei Adern für den Plus- und Minuspol zusammengefasst und erreichen einen gemeinsamen Querschnitt von 3,94 Quadratmillimetern. Wird das Kabel für Bi-Wiring bestückt, fungiert jeweils ein Leiterpaar für Hoch- respektive Tiefton. Die Masseleitung ist verstärkerseitig, also an dem Kabelende, an dem die Kabelbeschriftung in Leserichtung beginnt, mit dem Schirm verbunden und mit einem Kabelschuh zum Anschluss an einen Massepunkt des Verstärkers versehen. Vom Schirm aufgefangene Störungen können so über die Endstufenmasse abgeleitet werden. Lautsprecherseitig ist ebenfalls ein Kabelschuh zum Masseanschluss vorgesehen. Allerdings fällt mir auf Anhieb kein Lautsprecherhersteller ein, der einen derartigen Anschluss anbietet. Darüber hinaus muss ich ehrlich gestehen, dass mir eine Masseverbindung zwischen Lautsprecher und Verstärker nicht wirklich einleuchtet, solange ich nicht neben einem Störsender lebe. Außerdem würde ich davon abraten, den Masseleiter verstärkerseitig an einen freien Minuspol anzuschließen, wenn ich nicht vollkommen sicher bin, dass dieser ausschließlich an Masse liegt. Insbesondere bei Push-Pull Designs ist dies nicht unbedingt empfehlenswert. Nachdem ich mich und Sie mit den technischen Details der verschiedenen Kabel vertraut gemacht habe, geht es daran, den idealen Testablauf zu ersinnen. Zwar ist es reizvoll, sofort alle Kabel gleichzeitig ins Rennen zu werfen, allerdings hält sich die Vergleichbarkeit zu meiner üblichen Konfiguration in Grenzen, da ein Hin- und Herwechseln aller Kabel einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Deshalb entschließe ich mich dazu, meine Kabel nach und nach durch die van-den-Hul-Kandidaten zu ersetzen – allerdings erst, nachdem sich alle van-den-Hul-Strippen ein paar Tage einspielen konnten. Zum Testbeginn müssen sie dann zunächst wieder der üblichen Bestückung weichen. Nicht ganz optimale Bedingungen, aber wenigstens gelten diese für alle beteiligten Leiter gleichermaßen.

Beim Einsatz des The Valley muss ich etwas tricksen. Es versteht sich aufgrund seines speziellen Leitermaterials leider nicht mit allen Gerätemassen in meiner Kette. Deshalb muss ich mit einer Überbrückung der Masse nachhelfen. Damit deklassiere ich das symmetrisch aufgebaute The Valley zwar leider zu einem unsymmetrischen Kabel, aber ich komme dennoch in den vollen Genuss des signalführenden Leiters. Ich bleibe bei „In Praise Of Dreams“. Eine Veränderung im Hochton fällt wieder vordergründig auf. Er wirkt etwas zurückgenommen, hilft aber den Instrumenten dennoch dabei, sich authentischer zu entfalten. Besonders lässt sich dies am Saxophon erfahren. Grund- und Obertöne verschmelzen vollends miteinander. In dieser Perfektion hat dies keines der zuvor in die Kette eingebrachten van-den-Hul-Testkabel geschafft. Zwar hat jedes zu einer markanten Veränderung im Hochton geführt, ihn allerdings vollends abzurunden und derart elegant einzufassen, gelingt erst mit dem The Valley. Außerdem scheinen Töne jetzt viel länger zu stehen und langsamer auszuschwingen. Auch herrscht noch größere Ruhe im Klangbild als bisher. Bratsche und Saxophon stehen in einem viel engeren musikalischen Verhältnis zueinander und sind dennoch freier im Raum positioniert. Außerdem sind sie deutlich fokussierter und zerfasern weniger, als dies mit meinen sonst eingesetzten Sommer Epilogue der Fall ist. Van den Huls Experimente mit verschiedenen Leitermaterialien haben mein Interesse geweckt und ich kann mir gut vorstellen, dass ich in einem zukünftigen Artikel verschiedenen Cinch-Kabel von van den Hul auf den Zahn fühlen werde. Dabei wird sich mit Sicherheit ein Exemplar finden, dessen elektrischen Eigenschaften auch ohne Tricks mit meiner Kette harmonieren. An der positiven klanglichen Auswirkung des The Valley auf meine Kette ist ohnehin überhaupt nichts auszusetzen.

STATEMENT

Van den Hul dürfte den meisten HiFi-Veteranen bestens bekannt sein, dennoch gibt es sicher einige, die noch keine Berührungspunkte mit der Marke hatten oder noch nicht alle angewandten Technologien kennen. Für jeden, der in Sachen Kabeln experimentierfreudig und bereit ist, über den Tellerrand zu schauen, stellen van-den-Hul-Kabel eine Bereicherung dar – ganz egal ob als Neu- oder Wiederentdeckung. Die Nutzung ungewöhnlicher Materialien macht die van den Huls außergewöhnlich und vielleicht genau zu dem, was Ihrer Kette fehlt.

Finn Corvin Gallowsky

Testbericht The Valley Stereoplay

Testbericht The Valley Stereoplay

Eine Kampfansage an all die „grauen Mäuse“ in diesem Testfeld…

Es knallte richtig in den harmonischen Mitten – für matte, unterdynamische

Systeme der richtige Lebensquell.

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Preisliste van den Hul

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vdH Kabel vdH ENG

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FAQ Kabel van den Hul ENG

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3t Brochure ENG

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3t Entwicklungsanforderung

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Bericht HIFI TEST

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