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The Crimson Serie

Eine der Besten und musikalischen Tonabnehmer. Einfach Musik pur genießen auf Weltklasse Niveau aber noch bezahlbar!

Tipp!!

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Beschreibung

High-End-MC-Tonabnehmer zwischen Canary und Condor

The Crimson ist ein vollständig von Hand gefertigter Moving-Coil-Tonabnehmer aus der Spitzenklasse von van den Hul. Seine Konstruktion verbindet technische Eigenschaften der Modelle The Canary und The Condor und wurde als hochwertiger, zugleich vielseitig einsetzbarer Einstieg in die Referenzklasse unterhalb der Colibri-Serie entwickelt.

Eine vergleichsweise hohe Ausgangsspannung von 0,65 mV, Spulen aus Golddraht, ein leistungsfähiger Samarium-Kobalt-Magnet, eine hohe Kanaltrennung und die ausgezeichnete Abtastfähigkeit kennzeichnen die Crimson-Serie.

Individuelle Handfertigung

Jeder Crimson wird individuell aufgebaut, von Hand montiert und sorgfältig justiert. Die offene Konstruktion reduziert unnötiges Gehäusematerial rund um den Generator und macht zugleich die außergewöhnliche handwerkliche Ausführung sichtbar.

Durch die individuelle Fertigung kann der Tonabnehmer optimal abgestimmt und abschließend geprüft werden. Die reine Produktionszeit nach Auftragseingang beträgt laut Hersteller ungefähr drei Wochen. Die tatsächliche Lieferzeit sollte beim autorisierten Fachhändler erfragt werden.

VDH-1S-Diamantschliff

The Crimson ist mit dem anspruchsvollen VDH-1S-Diamantschliff ausgestattet. Die Abtastradien von 2 × 85 Mikrometern ermöglichen einen präzisen und großflächigen Kontakt mit den Rillenflanken.

Der spezielle Schliff ist darauf ausgelegt, selbst feinste Modulationen der Schallplattenrille auszulesen und Verzerrungen auch bei komplexen oder dynamischen Musikpassagen gering zu halten. Voraussetzung dafür ist eine besonders sorgfältige Montage und Justage.

Goldspulen und Samarium-Kobalt-Magnet

Die Spulen des Crimson werden aus Golddraht gefertigt. In Verbindung mit dem leistungsfähigen Samarium-Kobalt-Magneten erreicht der Tonabnehmer eine Ausgangsspannung von 0,65 mV.

Der Spulenwiderstand beträgt 13 Ohm. Für die Anpassung an den MC-Phonovorverstärker empfiehlt van den Hul einen Abschlussbereich zwischen 25 und 200 Ohm. Damit lässt sich der Tonabnehmer gezielt auf die verwendete Phonostufe und die klanglichen Eigenschaften der Anlage abstimmen.

Unterschiedliche Gehäusevarianten

Crimson XGW

Der Crimson XGW besitzt einen Korpus aus Holz. Er ist in Naturholz hell, dunklem Holz sowie in einer rot eingefärbten Holzausführung erhältlich.

Holz verbindet ein geringes Gewicht mit günstigen Dämpfungseigenschaften und verleiht jedem Tonabnehmer durch seine individuelle Maserung ein eigenständiges Erscheinungsbild.

Crimson XGW Stradivarius

Die Stradivarius-Ausführung basiert ebenfalls auf einem Holzkorpus, wird jedoch mit einem speziellen Lack behandelt. Laut van den Hul handelt es sich dabei um eine Lackrezeptur, die auf dem ursprünglichen Stradivarius-Lack basiert.

Die besondere Oberflächenbehandlung soll die Resonanzeigenschaften des Holzkorpus beeinflussen und verleiht dem Tonabnehmer zugleich eine besonders hochwertige Optik.

Crimson XGP

Auf besonderen Wunsch ist The Crimson mit einem Korpus aus Polycarbonat erhältlich. Diese Version bietet eine alternative Materialausführung zur klassischen Holzvariante.

Crimson XGA Special Edition

Die Crimson XGA Special Edition kombiniert einen außergewöhnlichen Korpus aus Titan und Bernstein mit Goldspulen. Sie erweitert die Serie um eine besonders exklusive Materialausführung.

Variantenübersicht

Variante Korpus Spulen
Crimson XGW Holz, hell, dunkel oder rot Gold
Crimson XGW Stradivarius Speziell lackierter Holzkorpus Gold
Crimson XGP Polycarbonat Gold
Crimson XGA Special Edition Titan und Bernstein Gold

Besondere Merkmale

  • Individuell handgefertigter Moving-Coil-Tonabnehmer
  • Konstruktion auf Basis von Canary und Condor
  • VDH-1S-Diamantschliff mit 2 × 85 µm
  • Leichter und steifer Nadelträger
  • Hochwertige Spulen aus Golddraht
  • Leistungsfähiger Samarium-Kobalt-Magnet
  • Ausgangsspannung von 0,65 mV
  • Erweiterte Kanaltrennung
  • Kanalabweichung von weniger als 0,3 dB
  • Sehr gute Abtastfähigkeit
  • Unterschiedliche Korpusmaterialien erhältlich
  • Kostenloser 200-Stunden-Service-Check für den Erstbesitzer
  • Langfristige Service- und Reparaturmöglichkeit

Technische Daten

Merkmal Angabe
Funktionsprinzip Moving Coil
Abtastdiamant VDH-1S
Radien des Abtastdiamanten 2 × 85 µm
Spulenmaterial Gold
Magnetmaterial Samarium-Kobalt
Frequenzbereich 5 Hz bis 55.000 Hz
Empfohlene Auflagekraft 1,4 bis 1,6 g
Statische Nadelnachgiebigkeit 35 µm/mN
Abtastfähigkeit 70 bis 80 µm
Ausgangsspannung 0,65 mV
Kanalabweichung Kleiner als 0,3 dB
Kanaltrennung Größer als 36 / 30 dB
Äquivalente Nadelspitzenmasse 0,32 mg
Systemgewicht 8,75 g
Abschlusskapazität Unkritisch
Empfohlener Abschlusswiderstand 25 bis 200 Ohm
Empfohlene effektive Tonarmmasse 10 bis 16 g
Spulenwiderstand 13 Ohm
Fertigung Individuelle Handfertigung
Service Abtastsystemerneuerung und weitere Arbeiten auf Anfrage

Tonarm- und Phonostufen-Kompatibilität

Mit einem Gewicht von 8,75 Gramm und einer empfohlenen effektiven Tonarmmasse von 10 bis 16 Gramm eignet sich The Crimson besonders für mittelschwere Tonarme.

Die Ausgangsspannung von 0,65 mV ermöglicht den Betrieb an hochwertigen MC-Phonovorverstärkern. Der Abschlusswiderstand kann innerhalb des empfohlenen Bereichs von 25 bis 200 Ohm an die verwendete Phonostufe und die gesamte Wiedergabekette angepasst werden.

Hinweise zur Montage und Justage

Die offene Bauweise und der anspruchsvolle VDH-1S-Schliff verlangen einen besonders vorsichtigen Umgang. Für das bestmögliche Ergebnis sollten folgende Einstellungen exakt kontrolliert werden:

  • Überhang
  • Kröpfungswinkel
  • Azimut
  • Tonarmhöhe
  • vertikaler Abtastwinkel
  • Auflagekraft
  • Antiskating
  • Abschlusswiderstand der Phonostufe

Die empfohlene Auflagekraft liegt zwischen 1,4 und 1,6 Gramm. Aufgrund der offenen Konstruktion und des frei zugänglichen Nadelträgers wird eine professionelle Montage durch einen erfahrenen Fachhändler ausdrücklich empfohlen.

Kostenloser Service-Check

Für den ursprünglichen Besitzer ist nach etwa 200 Betriebsstunden ein kostenloser Service-Check vorgesehen. Dabei kann der Tonabnehmer überprüft und bei Bedarf neu eingestellt werden. Die genauen Bedingungen und den Ablauf klären Sie bitte vorab mit Ihrem autorisierten van-den-Hul-Fachhändler.

Darüber hinaus sind eine Erneuerung des Abtastsystems und weitere Servicearbeiten auf Anfrage möglich. Damit ist The Crimson auf eine langfristige Nutzung ausgelegt.

Fazit

The Crimson verbindet die Präzision des Condor mit ausgewählten Konstruktionsmerkmalen des Canary. Goldspulen, Samarium-Kobalt-Magnet, VDH-1S-Diamantschliff und die individuelle Handfertigung schaffen die Grundlage für eine hochauflösende, dynamische und räumlich präzise Schallplattenwiedergabe.

Mit unterschiedlichen Korpusmaterialien von Holz und Polycarbonat bis hin zur exklusiven Kombination aus Titan und Bernstein lässt sich The Crimson individuell auswählen. Ein außergewöhnlicher High-End-Tonabnehmer für ambitionierte Analogliebhaber, die höchste Abtastqualität mit langfristiger Servicefähigkeit verbinden möchten.

 

Zusätzliche Informationen

Nadelschliff

VDH-type 1

Ausgangsspannung

0,85mv / Kanal

Nadelträgermaterial

Boron

Spulenmaterial

Matched crystal Gold

Gehäusematerial

Holz Pau ferro Holz

Einspielzeit

50 Stunden

compliance

35micron/mN

Produktfamilie

Condor, Colibri, Frog Gold ,Crimson

Ausführung

Offenes Gehäuse

Lieferumfang

Holzkästchen mit individuellen Produktmerkmale und Produktcode, Headshell Wasserwaage, Montageschrauben

Besonderheit

Handarbeit – Fairer Service – Reparaturfähig selbst nach Jahrzehnten

Upgrades

keine

Klangbeschreibung

Leichtfüßig, Dynamisch, Auflösend, Kraftvoll, energiegeladen

Musik Genre Empfehlung

Allrounder Audiophile

Auflagekraft

1,5g-1.35g
Tipp: Wenn der Tonabnehmer neu ist (oder im Service war und einen neuen Dämpfer bekommen hat), starten Sie mit erhöhter Auflagekraft ca. 1.6g und reduzieren diese dann auf 1,35g nach dem Einspielvorgang. Da jeder Tonabnehmer eine Einzelanfertigung ist, lohnt es sich immer die individuelle Einstellung zu finden.

Antiskatingwert

maximal 0,6

Abtestfähigkeit

70 – 80 Micron

Kanaltrennung

>35/>30dB

Systemgewicht

8,75g

Vertikaler Abtastwinkel

22 Grad

Empf.eff. Tonarm Masse

8-12 g

Anschlusswiderstand

25-200 Ohm

Kanal ungleichgewicht

<0,3dB

Spulen Widerstand

13 Ohm +/-10 %

Frequenzgang

5-55.000 Hz

Video The Crimson

Video The Crimson

Testbericht The Black Crimson Stereoplay

Testbericht The Black Crimson Stereoplay

Testbericht The Crimson LP Magazin

Testbericht The Crimson LP Magazin

Unterm Strich …» Das Material Holz macht aus dem mit einem extrem scharfen Nadelschliff ausgestatteten Crimson einen Allround-Tonabnehmer allererster Güte

Testbericht The Crimson Hörerlebniss

Testbericht The Crimson Hörerlebniss

Fazit: Ganz ohne Zweifel ist der Crimson ein echter van den Hul-Ableger. Dieser Tonabnehmer kennt keine Allüren, spielt temperamentvoll und ist universell einsetzbar. Obwohl er viele positive Attribute auf sich vereint, klingt er anders als ein Colibri. Das Colibri nimmt sich mehr zurück, liefert die noch detailreichere Wiedergabe. Die Abbildung ist in sich ruhiger und eleganter. Der Crimson dagegen verhält sich hemdsärmeliger. Er geht das musikalische Geschehen energischer an, hat mehr Drive. Wo der große Bruder sich in Zurückhaltung übt, pirscht er nach vorne. Dabei übersieht er zwar mit charmantem Lächeln die eine oder andere Kleinigkeit, was aber dem Gesamtergebnis keinen Abbruch tut. Seine Kraft fließt in die Musik und Klang -farbe gibt’s obendrauf. Das sind zwei Brüder, die in der Summe ihrer Eigenschaften jeweils seinen gelungenen Auftritt hinlegen. Der eine eleganter, der andere temperamentvoller. Der übergeordnete Familienklang verrät aller -dings ihre geschwisterliche Abstammung. In sofern ist das eine Meisterleistung, die Aalt Jouk van den Hul hier abgeliefert hat. Er trifft je Modell die Herzen unterschiedlicher Hörgeschmäcker. Er bietet für unterschiedliche Anlagenkonfigurationen, insbesondere Lauf -werks -/Tonarmkombinationen, perfekte Lösungen und bleibt dabei seinem hohen Qualitätsanspruch treu. Beim Crimson hört es sich an wie ein verschmelzender Kuss von Technik und Emotionen.MK

Video A. J. van den Hul baut einen Tonabnehmer live

Video A. J. van den Hul baut einen Tonabnehmer live

Testbericht The Crismon Hifi Statement

Testbericht The Crismon Hifi Statement

Das Crimson ist zwar nun schon seit über einem Jahr auf dem Markt – aber dennoch ist dieser Bericht hochaktuell. Aalt van den Hul, der niederländische Analogspezialist, ist eben immer wieder für eine Überraschung gut

Herr van den Hul hatte bei der Planung des Tests seiner – wie sich herausstellen sollte – ganz vorzüglichen Phonovorrstufe freundlicherweise darauf bestanden, auch gleich seinen aktuellen Lieblingstonabnehmer, der wohl in den meisten Fällen mit der letzten Entwicklung identisch sein dürfte, mitzuschicken. Ich freute mich also darauf, reichlich Zeit dafür zu haben, das Crimson einzuspielen und mich mit seinen Fähigkeiten vertraut zu machen. So wiegte ich mich in der Gewissheit, für diesen Bericht ganz entspannt auf eine Fülle akustischer Erfahrungen zurückgreifen zu können. Doch da hatte ich meine Rechnung ohne den kreativen Kopf aus Epe gemacht: Kurz nach der High End rief mich Bodo Schieler vom deutschen van-den-Hul-Vertrieb an, um mich um die Rücksendung des Crimson zu bitten. Aber es ging nicht darum, des Testmodells möglichst schnell wieder habhaft zu werden, sondern es gegen ein Exemplar auszutauschen, das Aalt van den Hul zur Weiterleitung nach Gröbenzell an die BT Hifi Vertriebs GmbH geschickt hatte – allerdings ohne irgendeine Begründung.

Sobald das Crimson dann im Headshell des Thales montiert war und die ersten Betriebsstunden sammelte, rief ich Aalt van den Hul an, um den Grund für den Systemtausch in Erfahrung zu bringen. Er ist im Gegensatz zu den meisten seiner nicht selten geheimnistuerischen Kollegen recht auskunftsfreudig und berichtete, dass er beim Crimson seit kurzem einen dünneren Spanndraht verwende. Dadurch werde zusammen mit den ebenfalls modifizierten Gummis für die Dämpfung eine höhere Abtastfähigkeit erreicht. Die jetzt verwendete Gummimischung sei „schneller“, so dass das Crimson nun Impulsen noch unmittelbarer folgte. Und Gegenstand des Tests sollte eben die aktuelle, verbesserte Variante des Systems sein. Bleibt nur anzumerken, dass auch die bisherige Version des Abtasters in puncto Dynamik und Schnelligkeit kein Kind von Traurigkeit war.Während der Abtaster seine Einspielzeit – van den Hul gibt hier moderate 40 Stunden vor – hinter sich bringt, können wir einen kurzen Blick auf seine Konstruktion werfen: Der Hersteller bezeichnet das Crimson selbst als eine Mischung aus dem Canary und dem Condor – mit Ausnahme einiger vor längerer Zeit entwickelter Abtaster hören alle vdH-Systeme auf einen mit „C“ beginnenden Vogelnamen. Anders als die beiden genannten Tonabnehmer besitzt das Crimson aber einen Korpus aus Holz, der ohne Oberflächenbehandlung hell oder dunkel oder auch deckend rot lackiert daher kommt. Über die Holzart gibt es keine Information. Nur auf speziellen Wunsch ist das Minimalgehäuse auch aus Polykarbonat erhältlich. Wie beim Canary wir die Energie des Magneten mittels Polstücken auf den Bereich gelenkt, in dem sich die Spulen aus Golddraht bewegen. Beim Crimson kommt ein Somarium-Kobalt-Magnet zum Einsatz. Gemeinsam mit einer recht hohen Anzahl von Spulenwicklungen, auf die der Innenwiderstand des Crimson von 13 Ohm schließen lässt, ist er für die kräftige Ausgangsspannung von 0,65 Millivolt verantwortlich. Der Nadelschliff ist natürlich ein vdH 1S.Während der gemeinsamen Einspielzeit hatte schon die vorherige Version des Crimson in Kombination mit der Grail SB Phonostufe mit Lebendigkeit, einer enorm weiträumigen und luftigen Bühnenillusion sowie vor allem beim Blech – seien es nun Bläser oder Becken – mit ungemein realistischen Klangfarben begeistert. Wie sich dann im Vergleich mit der Einstein Phonostufe und dem Lyra Olympos herausstellte, zählten satte, strahlende Klangfarben und eine weit ausladende und enorm realistisch anmutende Raumdarstellung aber zu den Paradedisziplinen des Grail. Wie viel das Crimson zu den klanglichen Genüssen während des gemeinschaftlichen „Warmlaufens“ beigetragen hatte, stand für mich nach dem Test des Grail also in den Sternen. Um so mehr freute mich die Illusion eines riesigen Raumes, der sich bei einer der ersten mit dem neuen Crimson gespielten Scheiben hinter den Lautsprecher aufzutun schien.Eher zufällig war Obsoderso von Wolfgang Puschnig und Wolfgang Mitterer auf den Plattenteller gelangt. Das ist keine leichte Kost, was der Saxofonist und der Keyboarder da bieten und sei daher nur echten Jazz-Fans ans Herz gelegt: Es gibt zwei Stücke für Altsaxophon und Kirchenorgel, eines für Sax und Syntheziser und ein Solo von Wolfgang Puschnig. Auf dem Titelstück kommt noch ein Computer hinzu, wie das Cover verrät: „Computermusik hergestellt im Elelektronmusikstudio EMS Stockholm.“ Dieses Zitat dürfte schon einen Hinweis auf die Entstehungszeit der Scheibe geben: 1985. Noch älter ist aber ein anderer den Klang weitaus stärker prägender Faktor: der Aufnahmeort, die Pfarrkirche St. Anrdä in Osttirol. Dem Crimson gelingt es ganz hervorragend, den Zuhörer in einen großen, halligen Raum zu versetzen, der aber deutlich unter den Dimensionen etwa einer Kathedrale bleibt. Man hört hier und da ein leichtes Hüsteln des Publikums, dazwischen brachiale Einwürfe der Orgel, ein wenig Perkussion und mächtige Tiefen, die sich im Raum ausbreiten. Das ist nichts zum Nebenbei-Hören. Das Saxophon schreit in den Raum, die Elektronik blubbert und zirpt, und beide stehen im Kontrast zur drückenden Orgel. Zwischen einem gerade mal gehauchten Ton aus dem Saxophon und der Vielzahl der Pfeifen tun sich riesige dynamische Spannen auf, wie das Crimson glaubhaft belegt. Detailverliebt zeichnet es noch die letzte gehauchte Modulation beim Saxophon nach, um gleich darauf mit heftigen Einsätzen von Elektronik und Orgel aufzuschrecken. Die Scheibe stellte wirklich einige Anforderungen an Tonabnehmer und Hörer – wobei sich zumindest ersterer als völlig souverän erweist.

Bleiben wir noch ein wenig bei der Kombination von Orgel und Saxophon, kehren aber zurück in harmonischere Gefilde. Dort tummeln sich Arne Domnérus und Gustaf Sjökvist mit ihrem Antiphone Blues: Hier erschafft das Crimson einen deutlich größeren virtuellen Raum, in dem der Saxophonist aufnahmebedingt eine recht dominante Rolle einnimmt. Für meinen Geschmack könnte die Orgel ein gutes Stück weiter aus dem Hintergrund in den akustischen Fokus rücken. Aber für dieses leichte Ungleichgewicht kann das Crimson ja nichts. Indem es aber zum Beispiel in „Nobody Knows The Trouble I´ve Seen“ die vielfältigen Klangfarben und Positionen der verschiedenen Register präzise reproduziert, weckt es den Wunsch nach mehr Präsenz des gewaltigen Instruments. Seine feindynamischen Fähigkeit beweist es an bei der exakten Nachzeichnung der ebenso expressiven wie melodiösen Saxophonlinien.

Die meisten der bisher geschilderten Eindrücke habe ich mit dem Crimson an Einsteins „The Turntable’s Choice“ gesammelt. Die beiden symmetrischen Mono-Phonostufen sorgten für die erste Verstärkung und Entzerrung der Signale des Tonabnehmers. Natürlich wird das Crimson auch noch an van den Huls The Grail SB seine Fähigkeiten beweisen. Doch bevor wir dazu kommen, möchte ich Ihnen noch kurz schildern, was auch aus der Distanz betrachtet den besondere Reiz des Crimson ausmacht. Mit der ersten Version hatte ich den Probeschnitt einer Lackfolie für unsere kommende, vierte sommelier-du-son-LP beurteilt und für ausgesprochen dynamisch und offen gehalten. Die Scheibe dokumentiert ein Solokonzert Hans Theessinks im Jazzland in Wien im Februar 2013 und wird logischerweise Live at Jazzland heißen. Es war wirklich erstaunlich, welche Dynamik der Blues-Sänger allein mit seiner Gitarre, einem kleinem Amp und seiner Mundharmonika entfesseln kann. Da kommt man zwischen leisen, lyrischen Saitentönen und einem Schlag auf den Korpus oder einem kraftvollen Vokaleinsatz schon mal auf Lautstärkesprünge von 35 Dezibel. Da wir grundsätzlich keine Limiter benutzen, schoss der ein oder andere Impuls weit in die Bandsättigung – weshalb wir dem Projekt intern auch den Arbeits- und Ehrentitel Saturation Blues verpassten.Als dann die ersten drei Anpressungen zur Freigabe kamen, spielte im Thales gerade mal wieder das Lyra Olympos. Das musizierte sehr ansprechend, tonal völlig stimmig und nicht ohne kräftige dynamische Akzente. Ein wenig von der unbändigen Energie der Lackfolie vermisste ich allerdings schon. Ich schob den Effekt auf die Tatsachen, dass in der analogen Welt eine fertige Pressung nie so gut sein kann wie die Folie. Da wir ein paar Knackser entdeckten, orderten wir einen zweiten Satz Anpressungen, die nach einigen Korrekturen an der Mutter mit einem neuen Pressstempel gefertigt wurden. Als sie dann eintrafen, spielte sich die neue Variante des Crimson gerade im Simplicity ein: Und plötzlich war sie wieder da, die überschäumende Spielfreude, die ungezügelte Dynamik und die unwiderstehliche Energie. Gut, das Crimson betont den Präsenzbereich ein wenig mehr als das Olympos, macht dafür aber auch einfach mehr Spaß. Selbst an meiner – nennen wir sie mal: recht strengen – Kette, die völlig schlackenlos spielt, enorm hoch auflöst und ohne Bassbetonung auskommt, sorgt das Crimson bei der von mir favorisierten Musik für den besonderen Kick. Ob der keinesfalls unterbelichtete Hochtonbereich auch bei klassischen Arien für Gänsehaut sorgt, müssen Liebhaber dieses Genres selbst entscheiden. Bei mir steht so etwas nicht auf dem musikalischen Speiseplan.

Diese Einschränkung gilt wohlgemerkt nur für Gesungenes. Großorchestrale Werke wie etwa Strawinskys „Le Sacre Du Printemps“ höre ich mit Genuss. Das liegt zum einem an der hervorragenden Klangqualität des Stereo-Laboratory-Reissues der Einspielung mit dem Chicago Symphony Orchestra unter Solti, zum anderen aber auch am Crimson, das erfahrbar macht, dass die Musiker in einem großen Saal agieren. Besonders bei den massiven Einsätzen der Pauken wir die Tiefe des Raumes deutlich. Die Streicher besitzen jede Menge Energie. Rhythmus und gefühltes Tempo machen das Ballet zu einem ungemein beeindruckenden Erlebnis. Auch hier vermittelt das Crimson unter die Haut gehende Emotionen.

Ach ja, ich hatte Ihnen ja noch einen Wechsel der Phonostufe angekündigt: Im Kombination mit The Grail SB gibt es auf einer ein Stückchen tieferen imaginären Bühne noch bisschen mehr Luft um die Instrumente. Das Blech schimmert nun eher silbern als golden und dennoch ist tonal alles in der Balance, denn auch der Bassbereich kommt mit etwas mehr Volumen. In puncto Dynamik wirkt die Wiedergabe über The Grail noch eine Spur dramatischer als über die Einsteins. Das Crimson sorgt bei allem Wohlklang schon auf sich gestellt für jede Menge Adrenalin. The Grail SB packt da aber noch einmal eine kleine Extraportion drauf.

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vdH Tonabnehmer Prospekt

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Testbericht The Crimson LP Magazin

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FAQ von van den Hul Analogue ENG

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Testbericht The Crimson Hörerlebniss

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